Team will ab Montag für Kleingruppen öffnen

Vorsichtige Schritte bei den Dreieichhörnchen

Die Schafe auf der Kinder- und Jugendfarm der Dreieichhörnchen dürfen sich schon bald auf mehr Besucher und damit auf mehr Zuwendung freuen.
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.Die Schafe auf der Kinder- und Jugendfarm der Dreieichhörnchen dürfen sich schon bald auf mehr Besucher und damit auf mehr Zuwendung freuen.

Die Kinder- und Jugendfarm der Dreieichhörnchen in Dreieich möchte wieder Besucher zulassen - unter Einhaltung der Regeln. Am Montag sollen Kleingruppen nach Voranmeldung wieder mit dem Team zusammen arbeiten können und Spaß haben.

Dreieich – Erpel Casper trinkt schmatzend aus einer kleinen Pfütze auf dem Farmboden der Dreieichhörnchen, dann richtet sich die Laufente auf, schaut Erlebnispädagogin Leonie Stüttgen und Sozialpädagogin Lione Stienecke an und ihm entfährt ein unmissverständlicher Ton. „Das glaube ich ja jetzt nicht“, sagt Stüttgen und Steinecke fragt ungläubig: „Hat der jetzt etwa gepupst?

“Die beiden jungen Frauen lachen, während der Erpel erhobenen Hauptes von dannen zieht. „Ja, mit den Tieren wird’s nie langweilig“, sagt die Sozialpädagogin mit einem Schmunzeln. Aber auch wenn das noch relativ neue Team der Kinder- und Jugendfarm den Lockdown seit November sinnvoll mit Konzeptarbeiten, Teambuildingmaßnahmen und Aufräumaktionen genutzt hat, wird es jetzt dringend wieder Zeit für Kinderlachen auf dem 10 000 Quadratmeter großen Areal am Sprendlinger Reuterpfad. „Seit zwei Wochen können Gruppen zu uns kommen. Das Angebot nutzen Schulklassen und Kindergartengruppen. Allerdings können wir dabei wegen der Hygienevorschriften kein Programm anbieten. Die Gruppen bleiben unter sich und sind meist zum freien Spielen hier“, erläutert Stüttgen. Kinder wie Lehrer haben diese Auszeit sehr genossen, hat das Team beobachtet. Oftmals gab es ein Lagerfeuer, über dem Marshmallows und Würstchen gebraten wurden.

Die Pädagoginnen wünschen sich, dass sie selbst mit den Kindern arbeiten können. „Aus diesem Grund haben wir beschlossen, dass wir ab dem Montag wieder für Kleingruppen nach Voranmeldung öffnen werden“, kündigt Stienecke an. Maximal vier Kinder können dann zusammen bei den Dreieichhörnchen spielen und lernen. Das Angebot gilt nach einer Online-Voranmeldung von Montag bis Donnerstag zwischen 14 und 18 Uhr.

„Damit wir es ein bisschen besser koordinieren und auch auf die Wünsche eingehen können, werden wir verschiedene Themen anbieten“, erläutert die Erlebnispädagogin. Einen Nachmittag steht die Beschäftigung mit den Schafen im Mittelpunkt, einen weiteren Tag wird es um Tierkommunikation mit den Shetland-Ponys gehen, Feuer machen ist genauso im Angebot. „So können sich die Kinder entscheiden, welches Thema sie am meisten interessiert. Natürlich wird auch bei diesen Projektnachmittagen frei auf der Farm gespielt. Dieses Konzept wollen wir jetzt erst einmal bis zu den Osterferien anbieten“, betont Lione Stienecke. Das Team hofft, zu Ostern ein Ferienspielangebot machen zu können – mit verringerter Teilnehmerzahl und mit einem Hygienekonzept, das schon in den Herbstferien gut funktioniert habe.

An den Vormittagen soll das Areal weiterhin für Gruppen nach Voranmeldung geöffnet bleiben. „Für die Kinder ist der Lockdown eine harte Zeit. Sie waren jetzt lange im Homeschooling. Bewegung, Spielen und Umgang mit Tieren sind in den meisten Fällen zu kurz gekommen“, weiß Stüttgen. Die Kinder- und Jugendfarm biete hervorragende Möglichkeiten, um gemeinsam zu lernen und sich an der frischen Luft auszuprobieren. „Wir würden den Lehrern und Erziehern auch gerne ein Angebot machen, mit ihnen zu arbeiten. Es gibt viel, was man bei uns lernen kann. Praktischer Biologieunterricht mit den Tieren, physikalische Versuche mit unserer Feuerstelle. Wir hoffen, dass das bald wieder geht“, ist Stienecke optimistisch, dass hoffentlich im März Lockerungen Möglichkeiten bieten.

Was hat das Team aus Pädagogen, Sozialmanagerin, dualer Studentin, Werkstudent und Bundesfreiwilligendienst noch so vor? „Das hier ist ein wahnsinnig toller Ort für Kinder, wir haben jetzt lange darüber beraten, wo wir eigentlich hinwollen“, berichtet Stienecke. Wichtig sei, die Beziehungen zu den Kindern aus dem Sprendlinger Norden wieder zu intensivieren, die die Farm in Laufnähe haben. Es soll Kooperationen mit Vereinen und Institutionen aus der Nachbarschaft geben, die Pädagogen wollen, dass das Angebot noch inklusiver wird und sich auch vermehrt für Kinder mit Handicaps öffnet. Für die Farm selbst wünschen sie sich eine noch naturnahere Gestaltung mit grünen Oasen, auch die Umweltpädagogik soll einen größeren Platz einnehmen und das Hüttendorf ist wieder ausbaufähig.

» dreieichhoernchen.de

Von Nicole Jost

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