Viele Freunde aus Kindertagen

Bürgermeisterkandidat Christian Kurz im Porträt

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Mit viel Eigenarbeit und Unterstützung von Familie und Freunden haben sich Christian Kurz und Freundin Stephanie Schäfer ein schönes Heim in der Hainer Altstadt geschaffen.

Dreieich - Fröhliches Hundegebell empfängt einen beim Drücken der Klingel des Hauses in der Freigasse 6. Mitten in der Dreieichenhainer Altstadt wohnt Bürgermeisterkandidat Christian Kurz mit seiner Freundin Stephanie Schäfer. Beide haben sich dort ein gemütliches Heim geschaffen. Von Holger Klemm 

„Das ist Amigo“, zeigt Kurz auf den kleinen weißen Hund, den sich das Paar vor einigen Jahren vom Tierschutzverein Artgerecht geholt hat. Und Amigo, dessen erstes Frauchen den Hund aus Krankheitsgründen abgeben musste, sorgt nicht nur für jede Menge Bewegung, sondern auch bei den Spaziergängen für Kontakte mit Hundebesitzern. Und das gefällt dem 36-Jährigen: „Ich komme gerne mit anderen ins Gespräch.“ Das mag er auch am Wahlkampf.

Kurz ist ein echter Dreieichenhainer, der im Elternhaus am Geißberg aufwuchs. Viele seiner Freunde kennt er noch aus Grundschultagen an der Ludwig-Erk-Schule, vom Fußball beim TVD, der Konfirmation in der Burgkirche oder von der Weibelfeldschule, wo Kurz sein Abitur machte. Und natürlich war er, wie es sich für einen Hainer gehört, Kerbborsch – im Jahr 2000. Von dieser schönen Zeit zeugt ein Foto in der Wohnung. „Wir treffen uns heute noch einmal im Monat“. Zudem ist er Kassierer bei der IG Haaner Kerbborsche. Auch seine Freundin Stephanie Schäfer ist Hainerin und ging auf die Ludwig-Erk-Schule. Doch gefunkt hat es zwischen den beiden erst vor fünf Jahren.

Kurz war zudem Vorstandsmitglied des Geschichts- und Heimatvereins, hat das Amt jedoch aus Mangel an Zeit aufgegeben. Denn zusammen mit Alexander Skrinjar, ebenfalls ein langjähriger Freund, hat er 2013 die Digital-Agentur Ascky gegründet, die Internetseiten, Apps und Werbebanner entwickelt. Begonnen hat er 2001 als Fachinformatiker bei der Sparkasse. „Das war eine spannende Zeit“, meint er. Doch zugleich störten ihn die bürokratischen Hürden. „Für ein Software-Update benötigte man sieben Unterschriften.“ Deshalb nahm Kurz sich eine Auszeit und ging für ein Jahr nach Australien. „Das darf man sich aber nicht als entspannten Urlaub am Strand vorstellen.“ Der Hainer arbeitete unter anderem im Warenlager eines Pharma-Unternehmens und bei einer Umzugsfirma.

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Nach der Rückkehr studierte er Informatik in Darmstadt auf und begann mit der Entwicklung von Internetseiten. Schließlich gab er das Studium auf, um sich ganz der Digital-Agentur zu widmen. Und die läuft nach eigenen Angaben sehr gut. Allerdings beklagt er wie viele andere den Fachkräftemangel. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so schlimm ist.“ Kurz benötigt vor allem Entwickler. Er könne zwar nicht die Sicherheit großer Firmen bieten, dafür gehe es bei Ascky lockerer zu. „Wir spielen in der Mittagspause schon mal Computerspiele gegen andere Werbeagenturen“, sagt Kurz schmunzelnd.

Bürgermeister und Landräte aus der Region

Zeit für Hobbys bleibe angesichts des Unternehmens nicht mehr. „Vor einigen Jahren lief ich noch Marathon.“ Mittlerweile habe er gewichtsmäßig zulegt. Um gegenzusteuern, machte der 36-Jährige beim Stadtradeln mit und fing wieder an zu laufen. Ein großes Projekt zusammen mit seiner Freundin, die im Finanzbereich von Air Plus, einem Tochterunternehmer der Lufthansa, arbeitet, ist der Umbau des Hauses seiner verstorbenen Großeltern in der Freigasse. Mit viel Eigenleistung sowie Hilfe von Verwandten und Freunden ist aus dem Inneren ein Schmuckstück geworden. Freigelegtes Fachwerk sorgt für Gemütlichkeit. „Wir wohnen gerne hier und viel lieber als in einem Neubau“, sagen beide unisono. Einiges an Arbeit wartet aber noch – an der Fassade und am Dach.

Beim Rausgehen fällt der Blick auf eine kleine Eintracht-Fahne. Als Fan der SGE und Dauerkartenbesitzer versucht Kurz, jedes Heimspiel zu besuchen. Er erlebte auch das 4:1 gegen Lazio Rom im Stadion. „Ich habe mir das Spiel danach noch einmal angeschaut, um es wirklich zu glauben.“

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