Mitglieder der Sprendlinger Turngemeinde geben die Mittel für den nächsten Bauabschnitt frei

Weichenstellung im Neubau-Ambiente

Sprendlingen - Erstmals diente der Sprendlinger Turngemeinde der nahezu fertig gestellte Neubau als Kulisse für die Mitgliederversammlung.

Die große Hallen-Sanierung ist im Verein weiter das beherrschende Thema: Obwohl die Kosten für das Gesamtprojekt im Endeffekt auf schätzungsweise eine Million Euro ansteigen werden, steht die STG laut Finanzbericht stabil da. Gerade noch rechtzeitig vor der Versammlung sind am Vortag die letzten Fliesen im Treppenhaus verfugt worden. Während in der Halle noch der große Flohmarkt von STG und Zipfelzwergen stieg, bereitete der Vorstand im neuen östlichen Gebäudeteil schon den Abend vor. Dabei setzten die Verantwortlichen auf multimediale Unterstützung: Statt den Jahresbericht nur vorzutragen, visualisierte der Vorstand die Highlights der vergangenen Monate mit einer Bildershow. Die Mitglieder kamen darüber hinaus in den Genuss eines Videos, das die Turngemeinde aus der Vogelperspektive zeigt. Maxim Kuznetsov, ein junger Sportler der Turnabteilung, hatte den Streifen mit einer Drohne gedreht und wurde dafür mit großem Applaus bedacht.

Begrüßen konnte STG-Vorsitzender Matthias Matthes neben zahlreichen Mitgliedern auch Sportkreischef Peter Dinkel und Marcel Subtil, Leiter der Sportförderung des Kreises Offenbach. Beide schworen die Versammlung in ihren Grußworten darauf ein, den Vorstand bei der Sanierung des Vereins zu unterstützen und sicherten ihrerseits Hilfe zu. Matthes lobte im Gegenzug das Engagement von Kommune, Kreis und Land: „Politiker stehen oft in der Kritik. Bürgermeister Dieter Zimmer sowie die Entscheider in Kreis und Land zeigen hier, dass sie im Ernstfall an der Seite der Vereine stehen, besonders wenn so ein finanziell aufwendiges Projekt gestemmt werden muss.“

Was die Zusammensetzung des Vorstands angeht, beerbt Harald Rothert den bisherigen Finanz-Verantwortlichen Michael Schmuck. Der Kassenbericht bescheinige Letzterem gute Arbeit: Schmuck habe gewissenhaft justiert, so dass 2015 mehr als 40 Prozent an Kosten eingespart werden konnten, lobten seine Vorstandskollegen. Den wichtigsten Tagesordnungspunkt bildete die Zustimmung der Mitglieder zum größten Etat, der in der 168-jährigen Vereinsgeschichte vorgelegt wurde. Ferner entschied die Versammlung einstimmig, dass die Sanierung konsequent zu Ende geführt werden soll – und gab den Weg für den nächsten Bauabschnitt frei. Die ursprüngliche Kostenschätzung für das Gesamtprojekt belief sich auf 750.000 Euro. Inzwischen rechnet der Vorstand mit einem Investitionsvolumen von einer Million. Der neue Finanzchef Harald Rothert machte darauf aufmerksam, dass der Verein trotz der zu erwartenden Kosten angesichts von Zuschüssen, Spenden und dem Einsatz der Mitglieder finanziell hervorragend dastehe und die Bauumlage nicht erhöht werde.

Leserbilder: Die schönsten Plätze in Dreieich

Das vergangene Jahr brachte auch im personellen Bereich Neuerungen: Angela Hohn erfüllt als Hauptamtliche seit Dezember 2015 die Geschäftsstelle mit Leben. Ihr sei es gelungen, sich innerhalb kürzester Zeit einzuarbeiten und den Vorstand damit zu unterstützen, lobte der stellvertretende Vorsitzende Adrian Schrock. Damit die Verwaltung künftig leichter von der Hand geht, hat Mauritz Stich, verantwortlich im Vorstand für den Bereich IT, zudem Vorbereitungen für die Umstellung auf ein neues Mitgliederverwaltungssystem getroffen. „Auch hier setzen wir ein Zeichen dafür, dass Innovationen und Tradition sich nicht gegenseitig behindern“, so Matthes.

Nach einer Vor- und Rückschau auf das vielseitige Angebot der STG, hob der Vorstand noch das Engagement des Ehepaars Schröder hervor, das sich 2015 durch eine hohe Spende zum Richtfest sowie durch großen Einsatz bei Umbau, Seniorenangebot und Veranstaltungen Anerkennung verdient hat. Spannend wird 2016 schließlich durch das Comeback des Hooschebaafests im Sommer, das ein zehnköpfiges Organisationsteam der STG in Eigenregie vorbereitet.

cor

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare