Aber keine größeren Pannen am Wahlabend

Wieder klemmt es in einem Dreieicher Briefwahlbezirk

Stapel über Stapel: Mehr als 11200 Dreieicher nutzten die Möglichkeit zur Briefwahl. 
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Stapel über Stapel: Mehr als 11200 Dreieicher nutzten die Möglichkeit zur Briefwahl. 

Es dauerte zwar etwas, bis am Sonntagabend das Dreieicher Trendergebnis feststand. In einem Briefwahlbezirk kam es zu Verzögerungen. Ansonsten gab es keine Pannen bei der Kommunalwahl.

Dreieich - So spät wie 2018 wurde es zum Glück nicht. Damals stand das Ergebnis der Bürgermeisterwahl erst nach Mitternacht fest, weil es bei der Auszählung eines Briefwahlbezirks klemmte. Vorher hatten die Helfer freilich noch die Stimmen der Landtagswahl auszählen müssen. Am Sonntagabend hakte es wieder in einem Briefwahlbezirk. Erst um 22.11 Uhr war das Dreieicher Trendergebnis dann vollständig.

„Ein Bezirk musste noch einmal ausgezählt werden“, sagt Andreas Feldmann, Leiter des Fachbereichs Verwaltungssteuerung & Service.

Ansonsten hat nach seinen Worten „alles gut funktioniert“. Es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben. Vor einigen Wahllokalen bildeten sich vereinzelt Schlangen, weil die Wahlvorstände auf die Einhaltung der Abstandsregel achteten.

Im Rathaus sind Mitarbeiter seit gestern damit beschäftigt, rund 6 200 Briefwahlunterlagen auszuwerten, die für die Zusammensetzung des Stadtparlaments mitentscheidend sind. So viele Dreieicher haben die Möglichkeit des Kumulierens und Panaschierens genutzt. Das Ergebnis wird Einfluss nehmen auf den Trend, der die CDU (28,9 Prozent) vor den Grünen (24,6) und der SPD (19,6) sieht. Allein: Das aufwendige Verfahren wird nach den Worten von Andreas Feldmann frühestens heute abgeschlossen sein.

Vor dem Hintergrund der Pandemie hatte die Stadt die Briefwahlbezirke von sonst sechs auf zwölf verdoppelt. Das war auch notwendig, denn die Beteiligung ging durch die Decke, 11 200 Dreieicher wählten auf diesem Weg. Die Helfer im Sprendlinger Bürgerhaus, das zum „Briefwahlzentrum“ umfunktioniert worden war, kamen aus dem Schlitzen kaum raus. Immerhin gab’s für die Schwerstarbeiter Nervennahrung und Vitamine. Bürgerhauschef Benjamin Halberstadt, der übrigens auch erste Erfahrungen als Schriftführer sammelte, hatte mit seinem Team „Carepakete“ auf die Tische gestellt. Äpfel, Bananen, Bonbons, Schokosnacks und Getränke – die Helfer wussten den Service zu schätzen.

Auch von der Gesamtwahlbeteiligung gibt es Erfreuliches zu vermelden. Sie stieg im Vergleich zu 2016 um 3,2 auf 49,3 Prozent. Von den 31 734 Wahlberechtigten gaben 15632 ihre Stimmen ab. Von den 29 Wahlbezirken (inklusive Briefwahl) entschied die CDU nach bisherigem Stand 18 für sich, die Grünen lagen immerhin achtmal vorne, während die SPD gerade mal in drei Bezirken die meisten Stimmen sammelte. (Von Frank Mahn)

Nervennahrung: Für die Auszähler im Bürgerhaus gab’s kleine Carepakete. 

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