Stadt sucht bislang vergeblich nach Stelen zur Installation der Technik

WLAN in der Warteschleife

Sie ist die Touristen-Attraktion Dreieichs schlechthin, die Hainer Altstadt. In der Fahrgasse will die Stadt kostenloses Surfen ermöglichen. Nur wann? Foto: jost

Dreieich – Mit Smartphone oder Tablet durch die Fahrgasse schlendern und dabei durchgehend im Internet surfen können – und das nicht auf eigene Kosten, sondern in einem öffentlichen WLAN. Dieses Ziel verfolgt die Stadtverwaltung schon seit geraumer Zeit. VON FRANK MAHN

Im Oktober 2018 berichtete unsere Zeitung, dass die Hainer Altstadt für ein Pilotprojekt ausgedeutet wurde. Die Umsetzung entpuppt sich als langwierige Angelegenheit.

Doch es gibt Hoffnung. Zumindest finanziell hat die Stadt Fortschritte gemacht. Dreieich ist eine von 27 Kommunen im Rhein-Main-Gebiet, die Geld aus Brüssel bekommen haben. Sie war mit ihrer Bewerbung für das Förderprogramm „WiFi4EU“ erfolgreich. Die Europäische Union bedachte Dreieich mit dem Höchstsatz von 15 000 Euro, um an einem zentralen Platz öffentliches und kostenloses WLAN einzurichten. Das gibt’s bislang nur in der Stadtbücherei und im Rathaus.

Nach Angaben von Andreas Feldmann standen mehrere Alternativen zur Auswahl. Man habe sich aber entschieden, bei der Fahrgasse zu bleiben, so der Leiter des Fachbereichs Verwaltungssteuerung & Service. Das vor allem auch deshalb, weil die Hainer Altstadt die Touristen-Attraktion Dreieichs schlechthin ist und eine wichtige Rolle im Stadtmarketing spielt. Burgfest und Kerb locken zudem Tausende Besucher von nah und fern an.

Wann das drahtlose Surfen zwischen Ober- und Untertor möglich sein wird, ist allerdings ungewiss. Derzeit bereitet den Verantwortlichen vor allem die Hardware Kopfzerbrechen. Die Router sollen nämlich in Metallstelen verschwinden, also unsichtbar sein. Die Suche nach einem geeigneten Modell sei bislang erfolglos verlaufen, sagt Feldmann. Die voraussichtlich mannshohen Säulen sind nicht nur für die Router vorgesehen, sie sollen auch Informationen über die Altstadt und ihre Geschichte liefern – und dabei nicht wie Fremdkörper in der mittelalterlichen Kulisse wirken. Oder wie Feldmann es ausdrückt: „Wir wollen die Anmutung der Altstadt aufrechterhalten.“

Auch die Standorte – vier bis fünf sollen es sein – sind noch nicht fix. Nach Feldmanns Worten ist die Stadt in Abstimmung mit der Ludwig-Erk-Gesellschaft, die in der Fahrgasse mehrere Informationstafeln – siehe Foto – platziert hat.

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