„Ziviler Ungehorsam wichtiges politisches Instrument“

Grüne Jugend unterstützt Demos für gerechte Klimapolitik

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An den Fridays-for-Future-Protesten in Frankfurt beteiligen sich seit Ende 2018 auch Mitglieder der Grünen Jugend Dreieich.

Die Grüne Jugend Dreieich unterstützt die Proteste von Fridays for Future für eine gerechte Klimapolitik, die im vergangenen August von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg angestoßen wurden und unzählige Mitstreiter auf der ganzen Welt finden.

Dreieich – Mittlerweile demonstrieren jeden Freitag hunderttausende Schüler, um gemeinsam ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Auch die Mitglieder der Grünen Jugend beteiligen sich seit Ende des vergangenen Jahres an den Protesten in Frankfurt und erklären sich solidarisch.

Damit verbunden ist eine Kritik an den Politikern, die die Demonstrationen während der Schulzeit in Frage stellen. „Wir dagegen halten den zivilen Ungehorsam für ein wichtiges Instrument der politischen Auseinandersetzung“, schreibt für die Grüne Jugend Lázló Boroffka, der auch Mitglied des Jugendparlaments ist.

Wichtiger sei aber, dass nun endlich die konkreten Forderungen der Bewegung in den öffentlichen Fokus gerückt werden. Oberste Priorität habe dabei, die bundesweiten Treibhausgasemissionen so sehr zu verringern, dass Deutschland bis zum Jahr 2035 klimaneutral wird. Einen wichtigen Beitrag dazu könne die Verkehrswende leisten.

 „Deshalb fordern wir den Ausbau des Radverkehrs und die weitgehende Abkehr vom motorisierten Individualverkehr“, heißt es in der Erklärung weiter. Umso wichtiger sei es, ein attraktives Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs zu schaffen. Aber auch die Energiewende müsse künftig konsequenter vorangetrieben werden, um den Strombedarf bis 2035 vollständig mit erneuerbaren Energien abzudecken. Diese seien in Form von Sonne, Wind- und Wasserkraft im Überfluss vorhanden.

Schüler in mehr als 100 Staaten verlangen mehr Klimaschutz

„Einen Kohleausstieg bis 2030 halten wir deshalb nicht nur für notwendig, sondern auch für realisierbar“, so Boroffka. In einer Welt mit endlichen Ressourcen könne es kein unbegrenztes Wirtschaftswachstum geben. „Darum ist es höchste Zeit, unsere zukunftsvergessene Wirtschaftsweise hinter uns zu lassen“, betont die Grüne Jugend. Zugunsten eines nachhaltigen Umgangs mit den natürlichen Lebensgrundlagen fordert sie eine Besteuerung des klima- und umweltschädlichen Handelns für alle wirtschaftlichen Sektoren.

Für die Grüne Jugend sei klar, dass der Klimawandel eine ernst zu nehmende Bedrohung für das Leben auf dem Planeten darstellt: „Deshalb möchten wir den Menschen den Ernst der Lage verdeutlichen, indem wir auch künftig für den Klimaschutz demonstrieren.“ Sie bedanken sich bei allen Demonstranten für ihren Einsatz und freuen sich darauf, weiter mit ihnen für eine gerechte Klimapolitik zu kämpfen. (hok)

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