Weitere Idee

Initiatoren planen einen Bildband: Zugabe für „Jahrhundertzeiten“ in Dreieich

Die Älteren erinnern sich: Am Obertor in Dreieichenhain gab es 1955 einen Latscha-Markt. 2020 verkauft ein Bäcker am Eingang zur Fahrgasse seine Produkte.

Ansichten der Stadt von früher und heute – die Ausstellung „Jahrhundertzeiten – Dreieich im Zeitvergleich“, im Februar im Dreieich-Museum zu sehen, stieß auf ein großes Echo. Das hat die Macher des Projekts auf eine weitere Idee gebracht.

Dreieich - Die Bürgerstiftung Dreieich und der Götzenhainer Hobbyfotograf Stephan Heinsius wollen einen Bildband herausbringen.

Die Resonanz war überwältigend: Fast 2 200 historische Bilder kamen bislang im Rahmen des Fotoprojekts „Jahrhundertzeiten“ zusammen, nur ein kleiner Teil davon konnte in der Ausstellung gezeigt werden. Viele sind auch nicht geeignet, weil die Qualität zu wünschen übrig lässt oder Personen im Vordergrund zu sehen sind. Viele Motive gibt’s auch mehrfach.

Eine Umfrage unter Besuchern der Ausstellung fiel eindeutig aus: Die allermeisten begrüßten die Idee für einen Bildband mit weiteren „Zeitvergleichen“. Außerdem gingen nach der Ausstellung zahlreiche weitere historische Aufnahmen ein. Also machten sich die Initiatoren an die Arbeit.

Das Projekt „Jahrhundertzeiten“ dokumentiert anhand von Bildvergleichen die Vielfalt und Veränderungen, die sich im Laufe vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte entwickelt haben. Gute und schlechte Zeiten wechselten sich dabei ab. Wie die Jahreszeiten im Kleinen zeigen die „Jahrhundertzeiten“ in größerem Maßstab Veränderungen auf, die erst beim direkten Vergleich von Bildern sichtbar werden.

In dem Band sollen nicht nur die 36 Bildpaare aus dem im Dezember erschienenen Dreieich-Memory zu sehen sein, sondern vor allem Vergleiche zusätzlicher Motive, die sich in die 30 Themenbereiche einreihen werden. Vom Wildbann Dreieich und der Hayner Burg über Kirchen, Fachwerkhäuser, Landwirtschaft, Gewerbe und Infrastruktur bis hin zu Reihenhäusern und Bungalows, um nur einige zu nennen.

Noch gibt es Platz in dem geplanten etwa 100-seitigen Werk. „Vielleicht gibt es gerade jetzt während der Coronakrise einige Aufräum- oder Entrümpelungsaktivitäten, bei denen vielleicht auch das ein oder andere alte Foto oder Dia zum Vorschein gekommen ist“, hoffen die Initiatoren. Für den Bildband kommen vor allem Dreieicher Ansichten in Frage, das heißt: Gebäude, Straßen oder Landschaften. „Und hier sind zunächst unscheinbar wirkende Motive wie Feldwege, das Haus an einer kleinen Straße am Ortsrand oder die Außenansicht des großelterlichen Gewerbebetriebs besonders interessant.“

Wer also noch historische Bilder aus Dreieich hat (Jahr 2000 oder älter), kann diese als digitale „Bildspende“ zur Verfügung stellen. Das ist trotz der Einschränkungen durch Corona gut zu machen. Besitzer eines Scanners können die Bilder in digitaler Form schicken. Aber auch die Übergabe von Originalen (Fotoabzüge, Dias oder Negative) ist nach Verabredung möglich. Die Bilder werden nach der Digitalisierung zurückgegeben. Ansprechpartner ist Stephan Heinsius, per E-Mail an jahrhundertzeiten@heinsius.de oder unter z 0172 9452485.  

fm

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