800.000 Euro zur rechten Zeit

Egelsbach (hob) ‐ Selbst in Krisenzeiten scheinen die Uhren in Egelsbach ein wenig anders zu gehen als andernorts: Im Gegensatz zu seinem Langener Amtskollegen hatte Bürgermeister Rudi Moritz den Gemeindevertretern am Donnerstag Erfreuliches zum Thema Gewerbesteuer zu berichten.

Der Einnahme-Ansatz von 2,2 Millionen Euro für dieses Jahr erhöht sich um zirka 800.000 Euro auf drei Millionen. Das sei kein Wunschdenken, unterstrich Kämmerer Marcus Schulz auf Nachfrage. „Es handelt sich um eine bereits veranlagte Summe auf Basis von Finanzamtsbescheiden.“ Im Gegensatz zu manch früherem Jahr sorgte nicht ein großes Unternehmen für die erfreuliche Verschiebung, sondern ein erhöhter Ansatz bei diversen kleinen Betrieben.

Große Freudensprünge verbieten sich trotzdem: Die Schieflage des Etats verbessert sich unterm Strich nur um knapp 390.000 Euro. Das Minus sinkt von 5,84 auf 5,45 Millionen Euro, ist also noch immer gewaltig. Die 800.000 Euro Steuer-Plus relativieren sich allein durch die fällige Erhöhung der Gewerbesteuerumlage (162.500 Euro) und die 1,5-prozentige Erhöhung der Kreisumlage (72.500). Dazu kommen 70.000 Euro Zinsen für die kräftige Überziehung des Gemeindekontos.

Immerhin versetzt die Mehreinnahme den Gemeindevorstand in die Lage, einige Ausgaben zu finanzieren. Zirka 25.000 Euro Nachschlag an Personalkosten soll es für die Schulbetreuung geben, die auf 225 Plätze ausgebaut wird. 28.000 Euro sind für die Reparatur frostbedingter Straßenschäden, weitere 22.000 Euro an Planungskosten für den Straßen(um-)bau sowie 30.000 Euro für den Austausch von Straßenlaternen vorgesehen. Die Sozialarbeit der Dreieicher Max-Eyth-Schule, die aktuell 100 Egelsbacher Schüler besuchen, wird mit 1000 Euro gefördert.

Rubriklistenbild: © pixelio/Knipseline

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