Ferien mit Farbklecks

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Finale des „Körperbasars“: Die lebensgroßen Figuren werden zerschnippelt, um die Teile bunt zusammenzusetzen.

Egelsbach - Was schon während des Schuljahrs brummt, ist in der Ferienzeit erst recht der Renner: Die Kinder-Kreativwerkstatt des Vereins für Jugendsozialarbeit und Jugendkulturförderung Rhein-Main hat in diesen Tagen ihr Stammpublikum. Von Holger Borchard

Kein Wunder: Denn im Bürgerhaus – bei schönem Wetter natürlich draußen im Garten – bekommen Egelsbachs Grundschüler sechs Wochen lang unter ganz unterschiedlichen Vorzeichen nachmittags von 15 bis 17.30 Uhr wirksame Mittelchen gegen Ferien-Langeweile verabreicht.

War in der ersten Woche eine kulinarische Reise durch die Küchen dieser Welt angesagt, bei der die Kinder selbst den Kochlöffel schwingen durften, so wurde es in Woche zwei handwerklich: Unter Regie des Neu-Isenburger Bildhauers Andreas Helm durfte sich der Nachwuchs mit Hammer und Meißel an Ytong-Steinen versuchen. Seit Montag gibt nun eine waschechte Bildhauer- und Steinmetzmeisterin rund um das Bürgerhaus den kreativen Takt vor: Jilli Latumena aus Darmstadt, die aktuell auf Lehramt studiert, hat sich mit gut einem Dutzend Kindern das Thema Action-Painting auf die Fahnen geschrieben. Bis einschließlich heute beschäftigen sich die Kinder mit Farbe, Farbgestaltung und allerlei Werkstoffen von normalem Papier über Sand und Ton bis hin zu Leim.

Finale des Tagesthemas „Körperbasar“

Beim Besuch des Lokalredakteurs bereiten sich die Mädchen und Jungs – unter ihnen je ein Feriengast aus Portugal und Ungarn – gerade aufs Finale des Tagesthemas „Körperbasar“ vor. Es gilt, lebensgroße Figuren, die jeder auf eine Papierbahn gepinselt hat, in drei Teile zu zerschnippeln. „Dann tauscht ihr die Teile untereinander aus und so entstehen ganz neue, eigenwillige Figuren“, erläutert Jilli Latumena das Prozedere – Vielfalt, kindgerecht demonstriert.

Gestern brachten Trampolin und Slackline die Komponente Bewegung in die Malerei, heute ist unter anderem der Malzirkel angesagt, bei dem alle zehn Minuten rotiert wird und man am Bild des anderen weitermalt.

„Die Werkstatt läuft so gut, dass wir leider allen, die jetzt noch gerne einsteigen würden, absagen müssen“, sagt Vereinsgeschäftsführer Uwe Herzog. „Wir sind am Limit.“ Im regulären Betrieb werden zum neuen Schuljahr wieder Plätze frei – Interessierte sollten einfach vorbeischauen.

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