Bis Freitag kein Durchkommen in der Ernst-Ludwig-Straße

Ärger um Baustelle, die vom Himmel fiel

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Das Sackgassen-Schild verheißt nichts Gutes, die Ernst-Ludwig-Straße ist seit gestern in Höhe Hausnummer 40-42 dicht. Die Zufahrt von Hausnummer 49 bis 39 (Nahkauf) erfolgt vom Kirchplatz, zu den Hausnummern 17 bis 37 geht es von der Querstraße aus. Autofahrer nehmen’s wie’s ist – richtig sauer sind indes die Geschäftsleute, denn sie wurden im Vorfeld nicht informiert.  

Egelsbach - In der Ernst-Ludwig-Straße fängt die Woche gleich mal mit dicker Luft an: Seit Montagmorgen ist die Passage durch den Ortskern in Höhe des Neubaus (Hausnummer 40-42) für den Autoverkehr dicht. Von Holger Borchard 

Was motorisierte Einkäufer gestern früh munter in die Sackgasse steuern und ihnen entsprechend den Hut hochgehen ließ, treibt die Geschäftsinhaber erst recht auf die Palme. Denn: Vorab war niemand von ihnen informiert worden, die Sperrung ist sozusagen vom Himmel gefallen. Einziger Lichtblick: Am Freitag soll der Spuk schon wieder vorbei sein. Ralph Grünewald, Inhaber von Schuh und Sport Werkmann in der Ernst-Ludwig-Straße, traute gestern morgen seinen Augen nicht. „Vollsperrung kurz vor dem Nahkauf-Parkplatz – nichts geht mehr – und du als Händler weißt nicht das Geringste davon“, ärgerte sich der ehemalige Vorsitzende des mittlerweile zu Grabe getragenen Gewerbevereins. Wie Grünewald erging es den übrigen Geschäftsleuten. „Das kann und darf nicht wahr sein“, macht Grünewald dem geballten Händler-Unmut Luft. „So etwas muss man vorher ankündigen. Hätte ich das gewusst, hätte ich einem Teil meiner Leute Urlaub gegeben und die Kundschaft gegebenenfalls per Anzeige informiert. In der Zeitung stand übrigens auch nix von der Sperrung zu lesen!“

Kuriose Unfälle in der Region

In der Tat, denn die war genauso uninformiert wie alle anderen. „Es ist schlicht vergessen worden, die Sperrung publik zu machen“, redet Ordnungsamtsleiter Michael Schmidt denn auch nicht lange um den heißen Brei herum. Wer den schwarzen Peter dafür halte, sei nicht einwandfrei zu bestimmen, so Schmidt. „Am Neubau werden die Hausanschlussleitungen verlegt, ein Gemeinschaftsprojekt von Abwasserverband, Stadtwerken, Baufirma und Gemeinde – aber wenn’s sein muss, nehm’ ich das auf meine Kappe“, gibt Schmidt sich diesbezüglich schmerzfrei. „Natürlich hätte ein so genannter Anliegerbrief rausgehen sollen, aber das wurde irgendwie verbosselt.“ Dafür garantiere er, dass die Baustelle spätestens am Freitagnachmittag Geschichte sein werde.

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