Im April gibt’s Rabatt

Egelsbach - Leere Kasse hin oder her: Am Freibad ist die Finanzdebatte der vergangenen Wochen geradezu spurlos vorübergegangen – wohl zur Freude der meisten Egelsbacher. Die Saison 2013, die Mitte Mai startet, läuft demnach wie gewohnt. Von Holger Borchard

Gleichwohl wird es einige Neuerungen geben:

Zuerst zu nennen ist die Erhöhung der Eintrittsgelder. So wird das reguläre Saisonticket für Erwachsene von bislang 60 Euro um ein Drittel auf 80 Euro erhöht. Dieser Aufschlag ist der heftigste; das Saisonticket für Kinder und Jugendliche erhöht sich von 30 beziehungsweise 25 auf 32 Euro. Die überproportionale Steigerung bei der Kinderkarte erklärt sich dadurch, dass es ab sofort für Kinder und Jugendliche nur noch einen gemeinsamen Tarif geben wird. Die Familienkarte schlägt mit 140 Euro (vormals 120) zu Buche. Neu ist das Kombi-Saisonticket für einen Erwachsenen und ein Kind, das 90 Euro kostet. Einzelkarten kosten 3,50 Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder/Jugendliche. Späte Besucher (ab 18 Uhr) kommen zum halben Preis ins Schwimmbad.

Wer Geld sparen will, der kauft seine Schwimmbadkarte im Übrigen schon im April. Denn von Dienstag, 2., bis einschließlich Dienstag, 30. April, gewährt die Gemeinde auf die Saisontickets zehn Prozent Rabatt. Sprich: Statt 80 beziehungsweise 32 Euro gibt’s die Einzel-Dauerkarten für 81 beziehungsweise 28,80 Euro; die Familienkarte ist für 126 Euro zu haben. Für Zehner- und Einzelkarten (nur direkt an der Badkasse) gilt das Angebot nicht.

Zu haben sind die Karten zum Vorzugspreis bei der Gemeindekasse (Rathaus, Zimmer 41/42, dritte Etage), aber auch in der Egelsbach-Apotheke, Ernst-Ludwig-Straße 48, sowie bei Redling Shopping Plus, Schulstraße 59.

„Bad ist weiterhin ein Zuschussbetrieb“

Eine weitere Neuerung: Während der gesamten Saison vom 11. Mai bis 8. September gilt durchgängig eine Öffnungszeit, nämlich von 10 bis 20 Uhr. Der Mittwoch wird zum Frühschwimmertag, an dem das Bad bereits um 7 Uhr öffnen, jedoch auch um 18 Uhr schließen wird.

Bürgermeister Jürgen Sieling sieht sich derweil zu einigen grundsätzlichen Anmerkungen zum Bad veranlasst. „Die von der Gemeindevertretung beschlossene neue Gebührenordnung ist die erste seit 2006. Die Erhöhung lässt sich aber abmildern, indem man den Vorverkaufsrabatt nutzt. Und in diesem Zusammenhang können die Bürger ein klares Signal für ihr Freibad setzen – indem sie Saisonkarten kaufen, egal ob für den Eigengebrauch oder als Geschenk oder Spende. Jeder Verkauf sichert die Zukunft des Bades!“

Die sei im Übrigen noch lange nicht abverhandelt, so Sieling – obgleich die Schutzschirm-Debatte leider bei vielen Bürgern so ankomme. „Das Bad wird nicht auf jeden Fall geschlossen“, betont der Rathaus-Chef. „Die Mehrheit der politischen Parteien steht nach wie vor zum Freibad.“

Ungeachtet dessen sei das Bad weiterhin ein enormer Zuschussbetrieb. „Dass größere Investitionen zunächst auf Eis gelegt wurden, bedeutet nicht den langsamen Tod“, so Sieling. „Der technische Zustand ist gut, die Betriebsfähigkeit gewährleistet – das haben externe Fachleute im Schwimmbad-Ausschuss bestätigt.“ Die ohne Zweifel vorhandenen „kleineren Mängel“ gelte es systematisch zu beheben.

Rubriklistenbild: © dpa

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