Änderung des Bebauungsplans

Nächster Lückenschluss im Ortskern in Sicht

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Egelsbach - Im Ortskern sollen sich Baulücken schließen – dank Investoren, die planerisch mit der Gemeindeverwaltung auf einer Wellenlänge liegen. Mit Fertigstellung dieser Bauten ist zwar frühestens 2014 zu rechnen, doch die Perspektive klingt vielversprechend. Von Holger Borchard

Das gilt auch für jenes Vorhaben, das heute im Bau- und Umweltausschuss der Gemeindevertretung (Rathaus, 20 Uhr) behandelt wird. Nach dem Investor, der das Haus mit dem Eiscafé am Kirchplatz bereits saniert und die Errichtung eines Wohn- und Geschäftshauses an der Ecke gegenüber (ehemaliges Scheunen-Areal) genehmigt bekommen hat, steht nun ein weiterer Finanzier in den Startlöchern.

Der ist im Ort kein Unbekannter: Günther de las Heras hat die Grundstücke Ernst-Ludwig-Straße 40 und 42 angekauft. Wo bis Frühjahr 2012 die Schlecker-Filiale ansässig war, will de las Heras ein weiteres Wohn- und Geschäftshaus bauen lassen. Dazu muss die Gemeindevertretung zunächst aber der Änderung des zugehörigen Bebauungsplans zustimmen.

„Es geht darum, formale Vorgaben anzupassen, damit das Bauprojekt realisiert werden kann“, präzisiert Bürgermeister Jürgen Sieling. „Der aktuell gültige Bebauungsplan war auf die Schlecker-Belange zugeschnitten, insofern gilt es, Geltungsbereiche und Grenzen neu zu definieren, um etwa die leicht veränderte Positionierung zu ermöglichen.“ An geltendem Recht werde nicht gerüttelt, stellt Sieling fest. Er empfiehlt wie der Rest des Gemeindevorstands die Befürwortung der Planänderung und des Neubauprojekts. Die Vorteile liegen für ihn auf der Hand: „Wir haben zwei Investoren, die in sehr kooperativem Stil eine städtebauliche Entwicklung umsetzen wollen, die die Gemeinde sich wünscht, aber selbst nicht finanzieren kann.“

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Im Falle der de las Heras’schen Pläne soll ein städtebaulicher Vertrag zwischen dessen Enterprise Real Estate GmbH und Gemeinde die Details zu Ausführung, Erschließung, Kostenübernahmen etc. regeln. Das geplante Gebäude würde sich dank markanter Fassade mit Doppelgiebel optisch stimmig ins Umfeld einfügen. Im Erdgeschoss sind 400 bis 500 Meter Quadratmeter für Gewerbe, in der oberen Etage fünf Wohnungen im Maisonette-Stil vorgesehen. Die Stellplatzvorgabe erfüllt das Gebäude dank einer Tiefgarage. „Ich lasse das Haus im Übrigen bauen, um es zu behalten“, lässt Günther de las Heras seine Projekt-Philosophie durchschimmern.

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