Größte Baustelle des Jahres 2013

Kreuzung A 661 / K 168 wird umgebaut

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Egelsbach - Rund eine halbe Million Euro werden 2013 vor den Toren Egelsbachs verbaggert, Autofahrer dürfen sich schon jetzt auf die größte Baustelle im Egelsbacher Straßenverkehr freuen: Der Knotenpunkt Autobahn 661, Kreisstraße 168 und Darmstädter Landstraße soll ab dem Frühjahr um- und ausgebaut werden. Von Holger Borchard

Die Planer bei Hessen Mobil, dem ehemaligen Amt für Straßen und Verkehrswesen, setzen fünf Monate für die Erweiterung des Kreuzungsbereichs an – die Zeit wechselnder Verkehrsführungen inklusive Stau-Garantie beginnt aller Voraussicht nach Ende April/Anfang Mai.

Seit Kurzem ist die planerische Grundlage für den Umbau in trockenen Tüchern, die vor allem auf besseren Verkehrsfluss von der A 661 in Richtung Darmstadt abzielt. Der Planfeststellungsbeschluss vom 10. September lag sechs Wochen zur Einsichtnahme und für Einwendungen aus (Letztere waren Fehlanzeige) und hat nun folgerichtig Rechtskraft erlangt. „Hessen Mobil hat bereits begonnen, die Ausschreibungsunterlagen zu erstellen“, gibt der Leiter des Egelsbacher Ordnungsamts, Michael Schmidt, den ihm jüngst schriftlich mitgeteilten Stand der Dinge wieder. „Ab Januar oder Februar sollen die Aufträge ausgeschrieben werden, damit die Bauarbeiten im April oder Mai beginnen können.“

Verkehr von der Autobahn Richtung Darmstadt

Um den Verkehr von der Autobahn Richtung Darmstadt zu beschleunigen, der sich morgens wie abends gerne an der Kreuzung staut, werden laut Michael Schmidt zwei Linksabbiegespuren in der Autobahnabfahrt angelegt. „Hinzu kommen eine Geradeaus- und eine Rechtsabbiegespur Richtung Egelsbach/Langen, sodass es insgesamt vierspurig von der Autobahn abgehen wird.“ Aus Richtung Darmstadt soll ein separater Arm von der B 3 über aktuelles Ackerland zur Autobahn führen. „Die dafür nötigen Flächen sind schon angekauft“, weiß Schmidt.

Apropos: Rein am finanziellen Aspekt gemessen ist die ganze Sache für Egelsbach höchst erfreulich: „Die Gemeinde kostet der Umbau keinen Cent“, betont der Amtsleiter. Zwei Drittel finanziere der Bund, das andere Drittel der Kreis. Klingt plausibel, da mit Autobahn, Bundes- und Kreisstraße drei der vier Kreuzungsabzweige überörtliche Verkehrswege sind.

Ex-B3 Richtung Egelsbach und Langen

Für die Ex-B3 Richtung Egelsbach und Langen hätte der Kreis dennoch die Gemeinde nur allzu gern anteilig zur Kasse gebeten. „In Dietzenbach haben sie nichts unversucht gelassen, um uns bei der Bezahlung ins Boot zu kriegen“, erzählt der Ordnungsamts-Chef schmunzelnd. „Doch wann immer der Kreis den Verkehrsstrom auf der Darmstädter Landstraße messen ließ – nie waren genug Autos unterwegs.“ Hintergrund: Die Kosten werden gemäß der Verkehrsbelastung auf den Kreuzungs-Zubringern aufgeschlüsselt. „Und da steuert unsere Ecke zum Glück genau so viele Fahrzeuge bei, dass es reicht, um an der Kostenbeteiligung vorbeizuschrammen.“

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