Benimmkurs für junge Hunde

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Wie reagiert der Hund auf überraschende Ereignisse beim Gassi gehen? Die Simulation alltagstypischer Szenen ist ein Klassiker der Begleithundeprüfung. Auf dem Bild sorgt Inken Büdecker für radelnden Gegenverkehr.

Egelsbach - Bernd Zimmermann legt seine junge Schäferhündin „Ebby von der Schmiede“ ab, gibt ihr Zeichen und Kommandos: „Sitz! Bleib!“ Dann entfernt er sich und wartet ab. Nur unter größter Anspannung hält sich die junge Hündin im Zaum, wedelt freudig mit dem Schwanz. Von Leo F. Postl

Kaum ist das erlösende „Komm“ ausgesprochen, saust Ebby auch schon bellend auf ihr Herrchen zu und springt voller Freude an ihm hoch. Erst dann setzt sie sich folgsam neben ihm auf den Boden. „Das war zwar noch etwas ungestüm, aber bei einem so jungen Hund kann man das verstehen“, gibt Richter Andreas Schilling seine Eindrücke wieder.

„Prüfung bestanden!“, lautet auch für Gabriele Müller und ihren Belgischen Schäferhund „Miro“ das mit Spannung erwartete Ergebnis der Unterordnung. „Er ist mit seinen 21 Monaten noch ziemlich wild, da bin ich ganz froh, dass es heute so gut gelaufen ist, obwohl nicht alles perfekt war“, meint die Hundeführerin. Alle zehn weiteren Prüflinge haben den ersten Teil der Begleithundeprüfung auf dem Areal der Hundefreunde Egelsbach ebenfalls erfolgreich absolviert.

„Wir haben nach zwei Jahren wieder mal eine Hundesportveranstaltung ausgeschrieben und der Zuspruch ist recht gut“, freut sich Vorsitzender Walter Pohl. Neben Bernd Zimmermann mit „Ebby“, Gabriele Müller mit „Miro“, Hans Schmitt mit „Gero vom Teichblick“ und Kira Pieper mit „Kaya“ kamen weitere sieben Teilnehmer-Paare aus der Umgebung. Die Begleithundeprüfung ist die Grundlage aller weiteren Prüfungen und besteht aus der Unterordnung und dem Verkehrsteil. Letzterer stellt das Verhalten des Hundes im öffentlichen Raum, also im Straßenverkehr, bei der Begegnung mit Radlern, Joggern oder Kindern auf den Prüfstand.

„Wenn man weiß, wie sich der eigene Hund in entsprechenden Situationen verhält, ist das für alle besser“, betont Walter Pohl. „Unter fachkundiger Anleitung können Mängel behoben und der ,treue Begleiter’ zum zuverlässigen Freund erzogen werden.“

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