Schafe sind zurück auf Gemeindeflächen

Egelsbach hat wieder blökende Grünpfleger

Flauschige Unterstützung bei der Mahd hat sich wieder die Gemeinde Egelsbach geholt. Die Schafherde von Nicole Jackwert aus Eppertshausen ist derzeit auf den Wiesen des Pohle-Becker-Lochs anzutreffen.
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Flauschige Unterstützung bei der Mahd hat sich wieder die Gemeinde Egelsbach geholt. Die Schafherde von Nicole Jackwert aus Eppertshausen ist derzeit auf den Wiesen des Pohle-Becker-Lochs anzutreffen.

Sie sind zurück: Die Schafe von Nicole Jackwert von Happylambs aus Eppertshausen grasen wieder in Egelsbach. Pünktlich zum Frühlingsbeginn dürfen sie sich aktuell auf den bereits grünen Wiesen des Pohle-Becker-Lochs, einer hochwertigen Ausgleichsfläche, satt fressen.

Egelsbach – Zuletzt war die Herde im Spätsommer in Egelsbach gewesen – als willkommene Unterstützung für die Gemeinde, die mit dem Grünschnitt nicht mehr hinterherkommt. Aber nebenbei sind die tierischen Rasenmäher eben auch niedlich anzusehen – und haben sich bereits im vergangenen Jahr zu einer Attraktion für die Egelsbacher entwickelt. Weit über die Ortsgrenzen hinaus erfreuten sich große und kleine Besucher an den wolligen Rasenmähern und besuchten sie beim Spazierengehen.

Die kalten Monate hat die Schaf- und Ziegenherde von Jackwert in ihrem geschützten, mollig warmen Winterquartier verbracht, dort kamen auch einige Lämmer zur Welt. Die nun vergrößerte Herde ist bereit für die neue Beweidungssaison. Im vergangenen Jahr waren die Tiere – nach einem erfolgreichem kurzen Probelauf – von den Flächen des Pohle-Becker-Lochs auf die Tränkbachauen gezogen.

Auch einige Ziegen unterstützen die Herde wieder. Sie schrecken selbst vor dornigem Gestrüpp nicht zurück.

Der Hintergrund dieser naturschonenden Art des „Mähens“ ist die Entwicklung von kräuterreichen Grünflächen, die sich immer mehr ausbreiten und nicht nur das Landschaftsbild der Gemeinde aufwerten, sondern auch die ökologische Vielfalt der kommunalen Flächen erhöhen. Laut Fachdienst Bauen und Umwelt der Gemeinde zeigen erste Begutachtungen bereits strukturelle Veränderungen der Vielfalt auf den letztjährig beweideten Flächen. „Wegen dieser positiven Entwicklung und der guten Resonanz in der Gemeinde haben die Mitarbeiter des Fachdienstes zusammen mit der Schäferin einen festgelegten Beweidungsplan entwickelt, der die letztjährigen beiden Flächen um neue erweitert“, heißt es aus dem Egelsbacher Rathaus.

So sind die Tiere über den Sommer hinweg in der Gemeinde zu sichten. Ab Mai sollen sie dann nach Angaben der Schäferin wieder an der Tränkbachaue weiden. Ein besonderer Höhepunkt ist für den Frühsommer geplant: Dann werden die Tiere vor Ort geschoren. Dazu will die Gemeinde rechtzeitig näher informieren.  (jrd)

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