Bürgermeisterkandidat Axel Vogt fordert bei FDP-Neujahrsempfang „Orte der Begegnung“

Auf Augenhöhe mit dem Bürger

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Der erste Neujahrsempfang der Egelsbacher FDP seit Jahren stand im Zeichen der Kandidatur von Axel Vogt (Dritter von rechts) mit (von links) Andreas Schweizer, René Rock, Valentin Becker, Monika Vogt, Christiane Plennes und Michael Kuhn. 

Egelsbach - Der Neujahrsempfang der Egelsbacher FDP stand ganz im Zeichen des Bürgermeisterwahlkampfs: Kandidat Axel Vogt zeichnete vor Parteifreunden und Gästen sein Programm nach. Als Gast begrüßte der Ortsverband den Landtagesabgeordneten René Rock. Von Leo F. Postl 

Eine Verwaltung kann nur funktionieren, wenn sie von einem Teamplayer geführt wird – mit dieser Ansage stellt sich Axel Vogt als künftiger Rathauschef für Egelsbach vor. Beim Neujahrsempfang des FDP-Ortsvereins verspricht Vogt, sein Amt im Sinne der Bürger auszuführen. Als Ort haben die Freien Demokraten das Kolleg im Eigenheim Saalbau gewählt, selbst ein lokalpolitisches Thema. Vogt, der den Erhalt des Traditionsbaus befürwortete, sagt: „Es ist beachtlich, wie das Projekt Pro Eigenheim vorangeht.“

Zur FDP sei er durch Christian Jaensch gekommen – und geblieben, weil er gestalten wolle. „Ich wollte nicht gleich Bürgermeister werden, sondern die politische Basisarbeit erst einmal kennenlernen“, betont Vogt, der sich nun erneut zur Wahl für das Amt des Rathauschefs in Egelsbach stellt. Sein Ergebnis von 27,5 Prozent 2012 sei beachtlich gewesen. „Drei Prozent mehr und ich wäre in die Stichwahl gekommen.“ Seine damaligen Gegenkandidaten sah er „menschlich ganz okay“, fachlich hatte er Zweifel.

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„Egelsbach sieht so aus, wie es derzeit aussieht, weil es der amtierende Bürgermeister so will“, konstatiert er. In Sachen Baugebiet Brühl, Freibad oder auch Eigenheim treffe der Bürgermeister Entscheidungen, ohne die Bürger einzubeziehen. „Dann wundert er sich, wenn die Bürger protestieren.“ Der FDP-Kandidat verwies zudem auf schlechte Strukturen im Rathaus. „Es gibt keine Amtsleiterbesprechungen, jeder Fachbereich arbeitet für sich – das muss sich ändern.“ Er selbst leite seit Jahren ein Team von 30 Mitarbeitern, diese Erfahrung könne man auf die Verwaltung übertragen. „Ein guter Bürgermeister führt sein Team und bindet die Bürger mit in anstehende Entscheidungen ein“, betont Vogt.

Bilder: Brunnenfest in Egelsbach

Der FDP-Ortsvereinsvorsitzende zeigt auf, wie es unter seiner Regie mit der Gemeinde weitergehen könnte. Als „Orte der Begegnung“ sollen das Bürgerhaus, das Eigenheim, die alte Schule und die Ortsmitte mehr Bedeutung erhalten und aufgewertet werden. „Wir dürfen uns aber auch nicht überregionalen Projekten wie dem Radschnellweg verschließen“, sagt Vogt. Als Maxime gelte ihm „überparteiliches Arbeiten zum Wohle der Bürger“.

René Rock, den Vogt als Mentor seines politischen Engagements bezeichnet, verweist auf die große Tradition von Neujahrsempfängen der FDP, die die Egelsbacher wiederbeleben. Einen Kommentar zu den gescheiterten Jamaika-Sondierungsgespräche kann sich der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Landtag nicht verkneifen: „Wenn man sich nach drei Tagen nicht über Themen einigen kann, wird das auch nichts nach fünf Wochen.“

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