Die Menschen zusammengebracht

Weinfest des SGE-Blasorchesters ein Erfolg

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Je später der Abend, desto romantischer die Atmosphäre beim Egelsbacher Weinfest. Und auch die Zahl der Besucher auf dem Hof der Alten Schule nahm bei Dunkelheit noch weiter zu.

Egelsbach - Der Hof der Alten Schule hat sich drei Tage lang in ein kleines, aber feines romantisches Winzerdorf verwandelt.

Die bewährten Weinlieferanten aus dem Rheingau und der „Weininsel“ Groß-Umstadt sowie der in Egelsbach ansässige Importeur Cresceri mit Tropfen aus Italien boten den Besuchern allerlei Geschmacksrichtungen an. Eröffnet wurde das 23. Egelsbacher Weinfest, das wiederum vom Blasorchester der SG Egelsbach ausgerichtet wurde, von den Weinhoheiten aus Groß-Umstadt. Da hatten sich schon viele Weinfreunde im lauschigen Hof der Alten Schule eingefunden, wo sie vom Orchester, dirigiert von Markus Petri, musikalisch begrüßt wurden.

„Drei Dinge sind’s, die ergeben einen Wein. Die Erde, die Rebe, der Sonnenschein. Doch wenn die Arbeit der Winzer nicht wär’, dann bliebe das schönste Gläslein leer“, trug Weinprinzessin Jana vor. Und Weinkönigin Mélissa I. lobte die edlen Tropfen, die es auf dem Fest zu finden gab. „So ein schönes Miteinander bringt die Menschen zusammen“, verwies Bürgermeister Tobias Wilbrand, der erstmals ein Weinfest eröffnen durfte, auf die gesellschaftliche Bedeutung.

„Royaler“ Besuch bei der Eröffnung: Die Prinzessinnen Jana und Johanna sowie Weinkönigin Mélissa I. aus Groß-Umstadt (von links) mit Hans-Joachim Jaxt (Vorsitzender Gemeindevertretung), Bürgermeister Tobias Wilbrand und Wolfgang Schroth (Vorsitzender SGE-Blasorchester).

Je später der Abend, desto mehr füllte sich der Platz an der einstigen Grundschule im Ortskern. Die Besucher hatten wieder eine große Auswahl an Genüssen, ob in flüssiger, eisiger oder handfester Form. „Bei uns steht der Grauburgunder ganz vorne auf der Wunschliste der Gäste“, meinte Winfried Lindemann vom Weingut Marienhof im rheinhessischen Flemlingen. Dominik Borchert vom Weingut Trapp verkaufte dagegen mehr den Portugieser Weißherbst, auch Gewürztraminer wurde reichlich in die Gläser geschenkt.

„Schmeckt das denn überhaupt?“, waren Claudia und Michaela am Stand von Stefano Cresceri skeptisch, als sie die Slush-Eismaschine entdeckt hatten. „Dann probiert doch einmal“, meinte Stefano und „zapfte“ eine Probe des Weißwein-Minze-Slushy sowie des Wassermelone-Erdbeer-Slushy in ein Glas. „Da kommen wir gleich noch mal“, war der Kommentar der beiden jungen Damen mit ihren Drinks in der Hand.

Weinfest in Egelsbach: Bilder

Dass das Egelsbacher Weinfest auch Besucher jenseits der „Dorfgrenzen“ anlockt, belegten Stammgäste aus Sprendlingen, Langen und Erzhausen. „So lange es noch geht, kommen wir immer hierher“, meinte Herbert Schäfer aus Sprendlingen, der sich mit seiner Frau über das Wiedersehen mit guten Freunden freute. Doch nicht nur Weingenießer kamen auf ihre Kosten, auch wer ein kühles Bierchen trinken wollte, brauchte sich nicht zu verstecken.

Auffällig war, dass sich vermehrt junge Weingenießer unter den Gästen befanden. „Die kommen halt langsam auch auf den Geschmack“, meinte Karl Kulick, der als Repräsentant die Groß-Umstädter Winzergenossenschaft vertritt. Musik gab es an allen drei Tagen auch reichlich: Neben dem Blasorchester sorgten die Original Egelsbacher Dorfmusikanten sowie die DJs Iftche und Schrodi für die Umrahmung. (lfp)

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