Süßigkeitenschüssel als „Biotop fürs Virus“

Bürgermeister appelliert: Dieses Jahr auf Halloween verzichten

Immerhin die Kürbisse müssen sich keine Sorgen machen: Corona kann ihnen nichts anhaben - auch nicht an Halloween.
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Immerhin die Kürbisse müssen sich keine Sorgen machen: Corona kann ihnen nichts anhaben - auch nicht an Halloween (Symbolbild).

Am morgigen Samstag, 31. Oktober, ist Halloween – ein Tag, an dem auch hierzulande der Brauch immer beliebter wird, von Tür zu Tür zu ziehen, um „Süßes, sonst gibt’s Saures“ zu erbitten. Egelsbachs Bürgermeister Tobias Wilbrand mahnt, diesmal auf den Brauch zu verzichten.

Egelsbach ‒ Gerade im Egelsbacher Neubaugebiet Brühl setzen Familien die aus den USA importierte Tradition gerne um, weshalb Bürgermeister Tobias Wilbrand zum Verzicht appelliert: „Auf allen staatlichen Ebenen bemühen sich die Akteure zurzeit, Maßnahmen zu beschließen und umzusetzen, die die Zahl der Kontakte auf ein Mindestmaß reduziert. Gruppen von Kindern und Jugendlichen, die von Haus zu Haus ziehen und alle in die Süßigkeitenschüssel fassen, stellen ein Biotop für das Coronavirus dar“, warnt Wilbrand.

Halloween-Tradition könnte Zahlen wieder in die Höhe schießen lassen

Egelsbach hatte nach einer Zeit mit sehr wenigen Infektionen Anfang Oktober einen rasanten Anstieg der Neuinfektionen erlebt. In den vergangenen Tagen waren die Neuinfektionen wieder etwas gesunken, die aktiven Fälle bleiben jedoch weiter auf einem hohen Niveau. Aus diesem Grund befürchtet Egelsbachs Rathauschef, dass ein unvorsichtiger Umgang mit den Halloween-Traditionen die Zahlen wieder in die Höhe schießen lassen könnte.

„Wenn unter den Hausbesitzern oder Kindern ein oder zwei unerkannte Infizierte sind, kann sich das Virus ganz schnell verbreiten, diese Infektionsketten sind nicht mehr nachvollziehbar. Eine unkontrollierte Ausbreitung wäre die Folge“, so Wilbrand. Deshalb fordert er die Bürger auf, dieses Jahr die Halloween-Tradition ausfallen zu lassen und die Zahl der Kontakte gering zu halten. (jrd)

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