Alle fürs Eigenheim – „viele schaffen mehr“

Crowdfunding-Projekt des Vereins Pro Saalbau: 7 500 Euro Spendensumme das Ziel

+
Crowdfunding-Projekt des Vereins Pro Saalbau: 7 500 Euro Spendensumme das Ziel.

Aktuell ruhen im und am Eigenheim die Arbeiten der freiwilligen Helfer unter Regie des Vereins Pro Saalbau, aber das soll sich schon bald wieder ändern.

Egelsbach – Vorerst sind die Planer und Architekten am Zug, um die sogenannten Leistungsverzeichnisse für die Sanierung der Veranstaltungsstätte zu erstellen und diese in der Hoffnung auf passende Angebote von Handwerkern auszuschreiben. Die Vereinsverantwortlichen überbrücken die Wartezeit freilich nicht mit den Händen im Schoß. Sie haben hinter den Kulissen eine Spendenaktion über das Crowdfunding-Portal der Volksbank Dreieich angeleiert, die ganz aktuell so richtig Fahrt aufnimmt.

7 500 Euro sind das Ziel. Die Summe will der Verein mithilfe der Spendenplattform des Geldinstituts generieren, über die bereits etliche andere Vereine aus der Region ans Ziel ihrer Wünsche gelangt sind. Die Spielregeln der Aktion „Viele schaffen mehr“ sind von vornherein festgelegt und „eisern“: Verfehlt Pro Saalbau das aufgerufene Spendenziel, platzt der Deal – alle Spender erhalten ihr Geld zurück und das war’s. Ist das Ziel erreicht oder sogar übererfüllt, kommt es zur Auszahlung der gesammelten Spenden. Abgesehen davon gilt: Für jede Einzelspende von mindestens fünf Euro packt die Volksbank Dreieich weitere fünf Euro drauf.

„Wir wollen den Boden des Saals aufarbeiten lassen und müssen den Boden im Foyer erneuern“, schildert Co-Vorsitzender Andreas Schweitzer, wofür genau der Verein Pro Saalbau sein Crowdfunding angemeldet hat. „Das große Ziel über allem ist und bleibt, das Eigenheim für die Zukunft als Veranstaltungsstätte zu sichern. Je mehr Unterstützer sich finden, desto erfolgreicher wird dieses Projekt.“ Der bisherige Umbau, der nur dank tatkräftiger Unterstützung des Vereins realisiert werden konnte, schaffe die Voraussetzungen, den Toilettenbereich endlich zeitgemäß zu erweitern und mit einer Behindertentoilette auszustatten, so Schweitzer. „Eine älter werdende Gesellschaft braucht ebenerdige Zugänge, aber auch junge Familien mit Kinderwagen müssen in der Lage sein, an Veranstaltungen im Saal teilnehmen zu können. Diese Umbauarbeiten machen es nötig, im Foyer einen neuen Fußboden zu legen.“

Das nötige Kleingeld zaubert der Verein nicht mal eben aus dem Hut – Sponsorenhilfe ist gefragt. „Die Idee dazu kam im Zuge eines Termins bei der Volksbank im Herbst auf, am Rande der Kerb, als wir die Vereinskonten umgestellt haben“, verrät Schweitzer. „Ab dieser Zeit haben wir die Projektunterlagen zusammengestellt, wobei im Vorstand Einigkeit darüber bestand, dass wir die Vorweihnachtszeit verstreichen lassen, weil da so viele Spenden sammeln, und erst im neuen Jahr die Aktion starten.“

Gesagt, getan: Die 14-tägige sogenannte Startphase, in der es darum geht, „Fans“ für das Vorhaben zu gewinnen – je größer die angepeilte Spendensumme, desto mehr Fans sind nötig – hat der Verein vorzeitig zum Erfolg gebracht. Damit ging’s nahtlos über zur Finanzierungsphase, die seit anderthalb Wochen läuft. Gut zweieinhalb Monate, exakt 77 Tage bleiben noch, ehe am Mittwoch, 13. Mai, 23.59 Uhr, die angepeilten 7 500 Euro beisammen sein müssen.

„Ab jetzt dürfen alle, die das Eigenheim unterstützen wollen, fleißig spenden“, rührt Schweitzer die Werbetrommel – in der Hoffnung, möglichst viele Egelsbacher auf die Crowdfunding-Homepage zu lotsen, auf dass sie zu Unterstützern werden. „Der Auftakt war stark. Wir haben schon 3 000 Euro, also 40 Prozent, beisammen“, erzählt Schweitzer. „Das ist im Wesentlichen das Geld, das wir über die bisherigen Fans einkalkulieren durften“, merkt er an. „Jetzt müssen wir weiter Fans gewinnen, denn was nutzt ein Turbostart, wenn uns am Ende die Luft ausgeht?“ Der Verein werde insofern alle Freunde und Interessenten permanent auf dem Laufenden halten und baue auf Web- und Mundpropaganda. Das alles selbstverständlich mit gebührendem Optimismus, den Schweitzer wie folgt in Worte kleidet: „Wenn mehr Geld in unseren Spendentopf fließt, wäre das der perfekte Rückenwind für weitere Renovierungsarbeiten, die auf der Zielgeraden anstehen, zum Beispiel der Neuanstrich der Wände.“

VON HOLGER BORCHARD

Infos im Internet

vobadreieich.viele-schaffen-mehr.de

prosaalbaueigenheim.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare