Mit vereinten Kräften

Freibad: Bürgermeister skizziert Sanierungspfad, Förderverein im Aufwind

Zwei neue Gesichter gibt es im Vorstand des Egelsbacher Freibad-Fördervereins. Dem Vorsitzenden Matthias Schröder (rechts) und Stellvertreter Hans-Dieter Mix (links) stehen als Schriftführer Ralph Becker (Zweiter von links) sowie als Kassierer Holger Kratz zur Seite. Fürs Foto posiert das Quartett vor dem bekannten Freibad-Wimmelbild, das Bernd Neumann, Künstler und Neumitglied im FVFE, (geschaffen hat. Foto: P
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Zwei neue Gesichter gibt es im Vorstand des Egelsbacher Freibad-Fördervereins. Dem Vorsitzenden Matthias Schröder (rechts) und Stellvertreter Hans-Dieter Mix (links) stehen als Schriftführer Ralph Becker (Zweiter von links) sowie als Kassierer Holger Kratz zur Seite. Fürs Foto posiert das Quartett vor dem bekannten Freibad-Wimmelbild, das Bernd Neumann, Künstler und Neumitglied im FVFE, (geschaffen hat.

Das örtliche Freibad ist in die Jahre gekommen, wahrlich keine Neuheit. Nächstes Jahr, beziehungsweise spätestens 2021 müssen an Egelsbachs beliebtester Freizeiteinrichtung Sanierungsarbeiten vorgenommen werden – das ist die kostspielige Wahrheit.

Egelsbach –  Zumindest ein erfreulicher Posten auf der Habenseite ist da die Existenz des Fördervereins, der mit Manpower, fraglos überschaubaren finanziellen Mitteln und vor allem „moralisch“ Rückhalt gibt. Die Jahreshauptversammlung der Freibad-Förderer hat Bürgermeister Tobias Wilbrand genutzt, um die Badesaison 2019 Revue passieren zu lassen, den voraussichtlichen Sanierungsbedarf des mittlerweile fast 50 Jahre alten Bads aufzulisten und den denkbaren Fahrplan zur Umsetzung zu skizzieren.

Im zweiten Jahr in Folge habe sich das Bad sehr hoher Nachfrage erfreut und somit erfreulich hohe Einnahmen von circa 180 000 Euro generiert, berichtete der Rathaus-Chef. Dem gegenüber standen freilich knapp 100 000 Euro für die Instandhaltung sowie Kosten in fast gleicher Höhe für Leiharbeitskräfte – – bedingt durch die angespannte Personalsituation. Die Ausgaben für Hilfsstoffe für den Badbetrieb wie Chlor etc. eingeschlossen, ist der Bad-Saldo 2019 klar negativ.

Egelsbach: Viele Sanierungen im Freibad

Fast fünf Jahrzehnte auf dem Buckel – sie machen der Badtechnik das Leben nicht leichter. Die Elektrik und die Verrohrungen, die Durchströmung des Schwimmbeckens Becken und gegebenenfalls ein neues Planschbecken finden sich auf der Aufgabenliste ganz oben. Die Rutsche im Nichtschwimmerbecken, der Sprungturm und das Stichwort Wirtschaftsgebäude finden sich in der erweiterten Aufzählung.

Wie kann es los- und vorangehen mit der Badsanierung? Wilbrand nennt folgende Etappen:

.  Erstens die Ausschreibung zur Erfassung des Sanierungsbedarfs nebst Kosten plus Machbarkeitsstudie – „die Ausschreibung ist raus.“

.  Zu prüfen sind zwei Varianten: mit und ohne vorübergehender Schließung

.  2020 sollte die politische Willensbildung zur Umsetzung Sanierung der Sanierung erfolgen, auf dass 2021 die Sanierung in der zu beschließenden Form erfolgen kann.

Der Förderverein wiederum berichtete dem Bürgermeister, dass der Trend rückläufiger Mitgliederzahlen gestoppt ist und dem Verein aktuell knapp 300 Personen angehören. „Unser verstärktes Augenmerk auf Öffentlichkeitsarbeit trägt Früchte, bei der Mitgliederzahl und beim Spendenaufkommen sehen wir erfreuliche Trends“, fasst Vorsitzender Matthias Schröder zusammen.

Egelsbach: Wunsch nach eigener Anlaufstelle

Der 50-Jährige wurde bei der mittlerweile 16. Mitgliederversammlung des Fördervereins Freibad Egelsbach (FVFE) seit dessen Gründung 2003 ebenso im Amt bestätigt wie sein Stellvertreter Hans-Dieter Mix und Beisitzer Hans-Georg Knoop. Mit dem neuen Schriftführer Ralph Becker sowie Holger Kratz, der das Amt der langjährigen Kassiererin Ingrid Fritzsche übernimmt, ist der FVFE-Vorstand nun wieder komplett und voll handlungsfähig. 

Zu den wichtigsten Aufgaben der kommenden Amtszeit zählt Schröder, den Verein in der öffentlichen Wahrnehmung noch präsenter zu machen, nicht zuletzt um dessen objektiv unstrittiger Überalterung etwas entgegenzusetzen. „Uns fehlt der Mittelbau der 20- bis 30-Jährigen betont Schröder und benennt ein wünschenswertes Gegenmittel. „Wir liegen Politik und Verwaltung schon lange in den Ohren, dass wir eine eigene Anlaufstelle im Bad brauchen, einen kleinen Container oder Ähnliches. Damit ließe sich auch im Bad noch viel gutes tun.“

VON HOLGER BORCHARD

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