Mit Baum, Bobb, Höfen und Radau

Elschbächer Kerb 2019 - elf Kerbborschen und ein ganzer Ort stehen in den Startlöchern

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Klein, aber zu jeder Party-Schandtat bereit ist der Egelsbacher Kerbborschen-Jahrgang 2019. Die von ehemals 14 auf elf geschrumpften Traditionsbewahrer fiebern den Ortsfeiertagen ab 14. September entgegen.

Klein, aber zu jeder Party-Schandtat bereit ist der Egelsbacher Kerbborschen-Jahrgang 2019. Die von ehemals 14 auf elf geschrumpften Traditionsbewahrer fiebern den Ortsfeiertagen ab 14. September entgegen.

Egelsbach – Die „Egelsbacher Nationalfeiertage“ starten am Samstag, 14. September, und dauern bis einschließlich Dienstag, 17. September. Gefeiert wird die Elschbächer Kerb auf dem Berliner Platz und in den Höfen im Ortskern. Weil das Eigenheim als potenzielles Epizentrum nach wie vor unpässlich ist, werden die Aufführungen von Kerbborschen und Kerbverein abermals im Zelt neben dem Bürgerhaus über die Bühne gehen.

Immer mittendrin: die Kerbborschen. Vor einem Jahr haben sie die Fahne übernommen und seither im örtlichen Veranstaltungskalender mitgemischt – Tanz in den Mai, Stand auf dem Weihnachtsmarkt, Teilnahme am Fastnachtszug etc. „Mit 14 Mann sind wir gestartet, jetzt sind wir elf, ganz unerwartet“, lassen die Kerbborschen in der Kerbzeitung wissen (beim offiziellen Fototermin waren sie noch zu zwölft ...) – und das lässt bereits die erste Etappe der alljährlichen Kerb-Choreografie zum Kraftakt werden. Samstags um 13 Uhr startet der Umzug durch Egelsbach an der Karl-Nahrgang-Straße; gegen 16 Uhr wird der Kerbbaum am Bürgerhaus aufgestellt. Mit elf Mann (normal sind 15 bis 20) wird der Jahrgang dabei schon mal gut gefordert sein. Abends ab 20.19 Uhr (Einlass 19 Uhr) steht dann die Aufführung unter dem Motto „Spiel mit uns Kerbpolo“ im Zelt am Bürgerhaus auf dem Programm.

Am Sonntagmorgen geht es früh um 6.30 Uhr weiter, wenn die Kerbborschen mit dem Weckruf durch den Ort ziehen. Um 10 Uhr beginnt der Kerbgottesdienst in der evangelischen Kirche, ab 11 Uhr schließt sich die Kerbstaffel in der Kirchstraße an. Am Sonntagabend gehört die Bühne im Festzelt traditionell der Kerbgemeinschaft. Als Programmtitel reichendem „Großen Kerbborsch“ diesmal genau zwei Worte: Die Abwandlung des allgegenwärtigen Schlachtrufs – „Elschbach Radau!“ – sagt im Prinzip alles aus, über das, was das Publikum ab 20.30 Uhr (Einlass 19.30 Uhr; Tickets im Vorverkauf 7,50, an der Abendkasse 8,50 Euro) erwartet.

Montags ab 10 Uhr ist Frühschoppen in den Heckenwirtschaften – und da zeichnet sich für dieses Jahr ein stattliches Angebot ab. Eine Übersicht der Anlaufstellen – in der Hoffnung, keinen Gastgeber vergessen zu haben (falls doch – sorry!): Parrehof, Frieda, Ebblerhof (Redling), Zur Parrebach (Cresceri/Weingärten), Hof Matis (Weedstraße), Hoecks Hof (Weedstraße), Scheunenhof (Ernst-Ludwig-Straße, nur Montag), den Aron Hof (Schulstraße 64) sowie die Jubiläumshöfe der Kerbborschen 2014 (Rheinstraße 24) und der Kerbborschen 2017 (Klammernhof, Rheinstraße 45), die beide lediglich sonntags ab 10 Uhr geöffnet sein werden.

Der Dienstag, 17., bringt das Kinderfest auf dem Kerbplatz (ab 15 Uhr); abends nimmt die Kerb den traditionellen Ausklang: „Meinhart Steinhart“, die bis dahin von ihren elf Ziehvätern gehegte Kerbbobb 2019, findet ab 20 Uhr ihr feuriges Ende. Die Kerb-Highlights im Festzelt ab circa 21 Uhr münden in die Fahnenübergabe an die Kerbborsch 2020.

Ach, ja – die Ziehväter: Die Egelsbacher Kerbborschen 2019 sind Nick Schreiber, Liliam Trageiser, Jan Kramer, Fabrizio Cosentino, Lukas Gangl, Milos Stankic, Lennard Stiglbauer, Janis Jost, Luigi Ottomanelli, Asarja Malkowsky und Devin Kunze.

Sämtliche Infos zur Elschbächer Kerb 2019 finden sich in der Kerbzeitung, deren Verkauf den Fortbestand der Tradition sichert, sowie auf den Sonderseiten unser Zeitung am Donnerstag, 12. September.

Holger Borchard

Wenig erfreulich auf der Kerb in Egelsbach waren mehrere Schlägereien. 35 Jugendliche haben am Wochenende aufeinander eingeprügelt.

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