44. Egelsbacher Reitertage

Lokalmatadoren mehrfach auf dem Podest

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Lovely Night, das Schulpony des RFC Egelsbach, trug seine jungen Reiterinnen in zwei verschiedenen Abteilungen zum Sieg. Neben Marie Seitz (Foto) durfte auch Kim Alea Kraft auf seinem Rücken einen ersten Platz bejubeln.

Ein Pferd-Reiter-Paar, das am letzten Hindernis getrennte Wege geht, eine Reiterin mit Eierschalen-Helm und eine Jungreiterin, die für ihren allerersten Auftritt vor großem Publikum viel zu früh aufwacht und trotzdem meint, sie sei zu spät dran.

Egelsbach – Egelsbacher Reitertage brachten an Christi Himmelfahrt, Sams- und Sonntag nicht nur viele aktive Reiter an die Büchenhöfe sondern – zumindest am Feiertag – auch recht viele Besucher. Wegen der Hitze war die Resonanz am Sonntag eher verhalten. Insgesamt kamen 850 Pferde nach Egelsbach und absolvierten rund 1300 Starts.

Es hätte so eine schöne Rückkehr von Oliver Riemer in den aktiven Springsport werden können, doch ausgerechnet am letzten Hindernis im Springparcours trennten sich die Wege von Lakeland und Riemer. „Er wollte eigentlich mit dem Springen aufhören, aber ich hab’ ihm mein Pferd zur Verfügung gestellt, da hat es ihn halt nochmals gepackt“, erzählt seine Frau Ulrike. Nachdem die kleine Staubwolke sich verzogen hatte, fanden Pferd und Reiter wieder zusammen.

Beim Mannschaftsspringen fiel ein Team nicht nur wegen seines einheitlich gelben Outfits auf. Eine Reiterin hatte außerdem einen Eierschalen-Helm auf dem Kopf. Die jüngste Reiterin der Blauersteinhof-Equipe (bei Roßdorf) sollte eigentlich als „Küken“ das Team verstärken. „Ich bin doch kein Küken mehr, ich reite ganz normal“, wehrte sich Katharina Kehlbacher. Als es losging, überraschten die Reiter-Damen sie mit einem Helm, der einer Eierschale ähnelt. „Wenn du kein Küken sein willst, dann eben unser Ei“ – und verpassten ihrer jungen Mitreiterin den Sonderhelm. Die Zuschauer wunderten sich, fanden’s aber recht lustig.

„Bin ich schon zu spät? Ich glaube, ich habe verschlafen!“ Ganz aufgeregt kam Harly Lorz am Sonntagmorgen, schon mit Reitstiefeln ausgestattet, zum Turniergelände. „Was ist denn los mit dir? Du hast noch über eine Stunde Zeit“, beruhigte Renate Boll. Da Harly erstmals an einer Prüfung im Führzügelwettbewerb in der Führzügelklasse teilnahm, war sie ganz aus dem Häuschen. Glücklicherweise verhielt sich ihr Partner-Pony namens „Lümmel“ wie ein Kavalier und alles verlief gut. Ganz souverän agierte Marie Seitz im Sattel von „Lovely Night“ und siegte im Reiterwettbewerb Schritt-Trab-Galopp.

„Im Springen haben wir eine kleine Flaute, wir müssen erst wieder die jungen Reiter heranführen, aber in der Dressur sind wir sehr gut vertreten“, resümiert Ulrike Riemer. So gab es für die Lokalmatadoren von RFC und RSC einen weiteren ersten Platz für Kim Alea Kraft. Zweite Ränge erritten Lina Pfau und Nathalie Groh, dritte Plätze belegten Jasmin Bauer, Julia Hesse, Theresa Eifert, Nina Beidl, Nadine Michael, Elke Vogeler, Carina Müller und Lisa Susanna Holona.

VON LEO F. POSTL

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