Wie die echte Berufsfeuerwehr

Hurra, hurra, die (Alte) Schule brennt – doch die Jugendfeuerwehren Egelsbach und Langen sind sofort zur Stelle und löschen die imaginären Flammen.
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Hurra, hurra, die (Alte) Schule brennt – doch die Jugendfeuerwehren Egelsbach und Langen sind sofort zur Stelle und löschen die imaginären Flammen.

Egelsbach - „Hurra, hurra, die Schule brennt“ – was 1980 die NDW-Gruppe Extrabreit erfreute, begeisterte jetzt die Jungs und Mädels der Jugendfeuerwehr Egelsbach. War doch der „Brand“ der Alten Schule der krönende Abschluss ihres Berufsfeuerwehrtages. Von Markus Schaible

„Es ist immer der Höhepunkt des Jahres“, sagt Jugendfeuerwehrwart Uwe Menzel: 24 Stunden dürfen sich die Neun- bis 17-Jährigen wie bei einer echten Berufsfeuerwehr fühlen. „Sie erfahren, wie dort der Tagesablauf ist“ – inklusive Dienstsport, Ausbildung, Einsätzen und Bereitschaft. Und das sogar über Nacht, denn Start ist mit der Wachübernahme am Feuerwehrhaus am frühen Abend, wenn die Jugendlichen auf ihre Positionen auf den Fahrzeugen eingeteilt werden.

17 Jugendfeuerwehrleute waren dieses Jahr dabei, dazu kam ein Team von rund einem Dutzend Betreuern. Die hatten sich einiges ausgedacht. Fast 15 Einsätze gab es für den Nachwuchs zu bewältigen – vom Garagenbrand bis zur Personensuche auf einem Gewässer. Höhepunkt war dabei die Abschlussübung, bei der auch die Jugendfeuerwehr Langen mit zwölf Mann zu Hilfe kam.

Übung: Drei Menschen gerettet

Zwar brannten nicht wie angenommen der Dachstuhl und das Obergeschoss der Alten Schule, dafür aber ein großer Holzhaufen neben dem Gebäude. Und Nebelmaschinen sorgten dafür, dass das Haus total verraucht war. Während die Langener das Dach „löschten“, kämpften sich die Egelsbacher ins Innere der Schule vor und „retteten“ drei Menschen. Mit der Drehleiter wurde zudem der „Hausmeister“ aus dem Gebäude befreit.

„Wir sind mit dem Ablauf sehr zufrieden“, bilanziert Menzel. Und der Nachwuchs freut sich mit Sicherheit schon aufs nächste Jahr.

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