Bad öffnet am 27. Juni

Nur im Kreis schwimmen: Bad öffnet am 27. Juni

Sommer in Berlin
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Egelsbach: Bad öffnet am 27. Juni - Nur im Kreis schwimmen. (Symbolbild)

Das Egelsbacher Freibad soll am Samstag, 27. Juni, seinen Betrieb wieder aufnehmen. Das kündigt Bürgermeister Tobias Wilbrand an. Probleme bereitet dagegen der Neustart der Nachmittagsbetreuung in der Wilhelm-Leuschner-Schule.

Egelsbach – Laut Verordnung des Landes ist der Betrieb von Freibädern unter Auflagen seit dem 15. Juni möglich. „Ursprünglich war für diesen Termin nur eine Entscheidung angekündigt“, sagt Wilbrand. „Deshalb sind wir in der Verwaltung davon ausgegangen, dass eine Öffnung erst zum Ende des Monats in Aussicht gestellt wird. Auf diesen Termin ist unsere Planung ausgerichtet und kann jetzt auch so umgesetzt werden.“

Kommende Woche, von Montag, 22., bis Freitag, 26. Juni, werden jeweils zwischen 14 und 17.30 Uhr die vom Förderverein initiierten „Dauerkarten der Herzen“ ausgegeben und gegebenenfalls weitere am Kassenhäuschen des Freibades verkauft. Am 27. Juni soll dann der Betrieb starten. Das Vereinsschwimmen soll ab 22. Juni wieder möglich sein.

Um Warteschlangen so weit wie möglich zu verhindern, können ab 27. Juni Dauerkarten nicht mehr an der Freibadkasse erworben werden. Möglich sein soll das dann an einem Tag pro Woche im Bürgerbüro.

Als Obergrenze für einen sicheren Betrieb des Bads unter Corona-Bedingungen hat die Gemeinde zunächst eine maximale Besucherzahl von 600 Personen festgelegt. Dies entspricht etwa der doppelten Anzahl von Personen, die gleichzeitig ins Wasser dürfen. Des Weiteren wird es Regeln für den Betrieb in den Becken geben. Das Schwimmerbecken erhält vier abgetrennte Bereiche für das Schwimmen im Kreis, um Begegnungen im Wasser zu vermeiden. Auch der Nichtschwimmerbereich wird in drei Bereiche unterteilt. Rutsche, Sprungturm, Wärmehalle und Planschbecken bleiben vorerst geschlossen, genauso die Warmduschen.

Der Kioskbereich bekommt eine größere Fläche und weniger Sitzgelegenheiten. Ein Teil der Toiletten und der Umkleidekabinen bleibt vorerst geschlossen, um die Abstände zu vergrößern.

Das zweite große aktuelle Thema ist laut Wilbrand „die überraschende Rückkehr zum Normalbetrieb in Schule und Kindertagesstätten“. Der Normalbetrieb an der Wilhelm-Leuschner-Schule ist Aufgabe von Schulamt und Kreis, die Gemeinde muss jedoch die dazu gehörige Nachmittagsbetreuung organisieren. „Dabei macht es uns die aktuelle Verordnung unmöglich, einen Regelbetrieb sicherzustellen“, so der Bürgermeister. „Die zu bildenden Gruppen sollen nicht durchgemischt und eine Größe von 15 nicht überschritten werden. Bei 260 betreuten Kindern können wir dies weder räumlich darstellen noch haben wir genug Personal, um stabile 15er-Gruppen zu betreuen. Wir werden einen Kriterienkatalog festlegen müssen, wer als erstes seinen Anspruch auf einen Platz anmelden kann.“ Das habe zur Folge, dass einige Eltern vor den Schulferien keinen Platz mehr in der Betreuung erhalten.

Besser sehe es bei den Kindertagesstätten aus. Dort läuft bereits ein eingeschränkter Regelbetrieb, der jedem Kind zumindest einen zeitlich befristeten Zugang ermöglicht. Ab 6. Juli sollen dann wieder alle Familien ihren Betreuungsplatz vollumfänglich in Anspruch nehmen können. Die Vorbereitung dafür laufen. „Leider gilt auch hier, dass die Gruppen stabil zu halten sind. Auch morgens und nachmittags sollen die Gruppen nicht durchmischt werden. Dadurch werden wir auch in Kitas personell an unsere Grenzen stoßen“, erklärt der Bürgermeister. Nach den aktuellen Planungen sollen die Gruppen entsprechend den Bring- und Abholzeiten neu geordnet werden. Dann, so ist Wilbrand zuversichtlich, könnten ab 6. Juli alle Kindern wieder in den Kitas betreut werden.  ble

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