Bis Montag geschlossen

Egelsbach: Omikron-Ausbruch in der Schulbetreuung

Der Lolli-Test hat sich in vielen Städten bewährt.
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Kinder aus dem ersten und dritten Jahrgang haben sich mit der neuen Corona-Variante infiziert. (Symbolbild)

In der Egelsbacher Schulbetreuung hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Betroffen sind sowohl Kinder als auch Erzieher.

Egelsbach – Die Omikron-Welle hat nun auch Egelsbach erwischt. Besonders getroffen hat es die Schulbetreuung. Wie Bürgermeister Tobias Wilbrand mitteilt, haben sich sowohl Erzieherinnen und Erzieher als auch Kinder aus dem ersten und dem dritten Jahrgang mit der neuen Corona-Variante infiziert. Es sei zu erwarten, dass bei der hohen Infektionsfähigkeit von Omikron auch in den anderen Jahrgängen Fälle auftauchen.

Auf Empfehlung des Kreisgesundheitsamtes hat die Gemeinde deshalb entschieden, die Schulbetreuung für den Rest der Woche zu schließen und die weitere Entwicklung zu beobachten. Wenn durch die Maßnahmen die Infektionsketten gestoppt werden können, soll das Angebot Anfang nächster Woche wieder öffnen. Die endgültige Entscheidung obliegt aber dem Gesundheitsamt.

„Es geht uns dabei nicht vorrangig darum, die Infektionsketten vollständig zu beenden. Dies ist bei der Omikron-Variante nicht möglich“, glaubt Wilbrand. „Vielmehr wollen wir die Ausbreitungsgeschwindigkeit drosseln, um eine Überlastung des Gesundheitssystems und eine Gefährdung der kritischen Infrastruktur zu vermeiden.“ Der Rathauschef verweist auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die am Dienstag warnte, bis März könnten sich 50 Prozent der europäischen Bevölkerung mit Omikron infizieren. „Selbst die striktesten Quarantäne-Regeln wie zum Beispiel in China können die Ausbreitung dieser Virus-Variante nicht verhindern“, meint Wilbrand. Es gehe also nicht um die Verhinderung, sondern nur um die Verlangsamung der Welle.

„Ich gehe davon aus, dass wir jetzt noch einmal acht bis zehn heftige Wochen vor uns haben, bevor eine weitgehende Durchseuchung stattgefunden hat. Danach besteht eine gute Chance, dass wir von einer pandemischen in eine endemische Lage wechseln“, so der Bürgermeister. „Das bedeutet dann weniger Einschränkung.“ Für die nächsten Wochen gelte es zu verhindern, dass die kritische Infrastruktur zusammenbricht. (msc)

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