Spuren des Wasserschadens beseitigt

Forsthaus-Kita: Zurück im angestammten Spielrevier

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Blitzblank und in kräftigem Orange erstrahlt der nagelneu verlegte Fußboden im Speiseraum der Kita Forsthaus. Nebenan in der Küche glänzt das komplette Interieur – und zwar im Edelstahl-Design. Ab sofort wird der Mittagstisch wieder frisch vor Ort vom Appetito-Team zubereitet.

Egelsbach - Etwa zweieinhalb Monate lang ist das Alltagsleben in der Kindertagesstätte Forsthaus anders gelaufen als gewohnt. Von Holger Borchard 

Grund war ein Wasserschaden, lange nicht so schlimm wie der 2009 im Brühl und zum Glück auch frühzeitig entdeckt, doch die Reparatur brauchte ihre Zeit. Seit gestern kehrt wieder Normalität in der Kita ein – eine neue Küche gab’s obendrauf. „Nach der Bauzeit freuen die Kinder sich riesig darüber, wieder in ihren Gruppenräumen zu spielen“, verrät Kitaleiterin Silvia Dressendörfer den Gästen, die der Einrichtung am Montagvormittag zur Feier des Tages einen Besuch abstatten. „Andererseits haben die Kinder es sogar als interessant empfunden, einmal andere Räume kennenzulernen und zu erobern“, so Dressendörfer.

Rückblende: Anfang Dezember sorgt ein kaputtes Ventil dafür, dass die Küche, der Vorraum und ein Teil des Flurs der Kita Forsthaus unter Wasser stehen. Das Malheur wird schnell entdeckt, sodass die wenig Gutes verheißende Vokabel Wasserschaden diesmal nicht annähernd jenen Schrecken entfaltet wie damals im frisch eingeweihten Haus im Brühl. Die Ursache im Forsthaus ist leicht zu rekonstruieren: Ein defektes Ventil der Heizungsanlage hat den Fußboden gewässert. Die Gemeinde meldet den Schaden der Versicherung, bei der Regulierung gibt es keine Probleme.

Dass der Austausch des Bodens im kompletten Küchen- und Bistrobereich seine Zeit brauchen wird, ist allen Beteiligten von Anfang an klar. Noch vor dem Jahreswechsel legen die Bauarbeiter los, zupass kommt ihnen, dass in der Kita um diese Zeit des Jahres weniger los ist. Das erleichtert der Pädagogischen Leitung der Gemeinde und dem Kitapersonal zumindest anfänglich das Improvisieren. Während der Sanierung werden die zwei U 3-Gruppen in die Kita Brühl ausgelagert, da aufgrund der Lärmbelästigung an Mittagsschlaf nicht zu denken wäre. Ferner wechseln zwei Ü 3-Gruppen in Gruppenräume der Jüngeren, weil die Baustelle ihre eigentlichen Spielzimmer versperrt.

Aus Not lässt sich aber auch eine Tugend machen – indem die Gemeinde die Gelegenheit zum ohnehin geplanten Einbau einer neuen Küchenzeile nutzt. Die gestern offiziell eingeweihte Küche, in der die Mitarbeiter der Firma Appetito im Auftrag der Gemeinde das Mittagessen frisch zubereiten, entspricht jeglichen Behördenvorgaben und erstrahlt im Edelstahl-Design. 25.000 Euro hat die Gemeinde dafür ausgegeben. „Wir haben uns sagen lassen, dass die neue Küche pflegeleichter und wertbeständiger ist als die gängige Ausstattung“, merkt Bürgermeister Jürgen Sieling an.

Ein Pudel im Kampf gegen den Schimmel

Die Forsthaus-Kita verfügt aktuell über zwei U 3-Gruppen (24 Kinder), zwei Regelgruppen (50 Kinder), eine Altersstufen übergreifende Gruppe mit fünf Kindern unter und zehn Kindern über drei Jahren sowie eine Integrationsgruppe (bis zu 18 Kinder; fünf Plätze für Kinder mit Behinderung).

Während der junge Wasserschaden also in Gänze Geschichte ist, soll die Altlast, Brühl die bekanntlich ein jahrelanges juristisches Nachspiel hatte, spätestens nach den Sommerferien zu den Akten gelegt werden. Das Landgericht Darmstadt hat das Verfahren beendet, nachdem die Gemeinde und die zwei beklagten Parteien einem Vergleich zugestimmt haben. „Der Architekt hat bereits 325 000 Euro Schadensersatz auf das Gemeindekonto überwiesen und die Baufirma wird Material und Handwerksleistungen in gleicher Größenordnung zur Kitasanierung beisteuern“, berichtet Jürgen Sieling. Bei einem Ortstermin Anfang März soll der Fahrplan zur Instandsetzung festgelegt werden. „Ziel ist, die Kita Brühl nach den Sommerferien wieder komplett saniert am Start zu haben.“

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