Egelsbach

Kerb in Egelsbach: Fokus auf andere Angebote

+
Ein Kerbbaumaufstellen wird es dieses Jahr in Egelsbach nicht geben. (Symbolbild)

Die Kerb in Egelsbach ist wegen des Coronavirus abgesagt. Aber es gibt Ideen für Alternativkonzepte.

Egelsbach – Das Coronavirus macht vielen Großveranstaltungen in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung. Nun hat es auch die Elschbächer Kerb erwischt. Die Traditionsveranstaltung am dritten Septemberwochenende ist abgesagt. Aber die Kerbgemeinschaft hat noch die Hoffnung, dass zumindest Kerbhöfe öffnen können, und feilt an alternativen Konzepten.

Das umfangreiche Rahmenprogramm der Elschbächer Kerb wird es in diesem Jahr aber nicht geben. Darauf hat sich der Vorstand der Elschbächer Kerbgemeinschaft (EKG) mit den Kerbborschen 2020 und in enger Abstimmung mit Vertretern der Gemeinde, insbesondere mit Bürgermeister Tobias Wilbrand, geeinigt.

„Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage haben wir mit den diesjährigen Kerbborschen intensive Gespräche geführt, wie man mit der anstehenden Kerb umgehen soll“, sagt Daniel Waldhaus, Vorsitzender der EKG. In Absprache mit Bürgermeister Wilbrand sei man einvernehmlich zum Entschluss gekommen: Es wäre leichtsinnig, in diesem Jahr eine Kerb in gewohntem Ausmaß stattfinden zu lassen. „Deshalb muss der Ablauf der Großveranstaltung leider geändert werden“, so Waldhaus.

Der Termin der Elschbächer Kerb liegt lediglich zwei Wochen nach dem 31. August – der Frist, bis zu der Bund und Ländern nach aktuellem Stand bekanntlich Großveranstaltungen verboten haben. Doch einfach weiterzuplanen und abzuwarten, war dem Kerbverein ein zu großes Wagnis. „Insgesamt ist das Risiko hoch, dass eine Kerb 2020 womöglich ohnehin nicht genehmigt wird. Um eine gewisse Planungssicherheit zu haben, müssen wir das Rahmenprogramm zu solch einem frühen Zeitpunkt leider absagen“, sagt der zweite Vorsitzende Bastian Schächer.

Die EKG möchte nun den Fokus auf alternative Angebote und die Zukunft richten. Die Kerbborschen 2020 werden im September 2021 unter dem Namen „Elschbächer Kerbborsch 2020/21“ ihre Kerb feiern. „Das haben sich die Jungs verdient“, betont Waldhaus. „Nachdem sie auf Veranstaltungen wie dem Fastnachtsumzug oder Weihnachtsmarkt aktiv waren, ist es nur fair, dass sie eine richtige Kerb feiern können – mit allem was dazugehört .“

Zu dieser Lösung sei man auch nach Rücksprache mit dem Kerbborschjahrgang 2021 gekommen. Dieser wird durch Corona erst 2021 die Kerbfahne übernehmen und unter dem Namen „Elschbächer Kerbborsch 2022“ die Tradition fortführen. Einen positiven Nebeneffekt habe die Verschiebung: Der Altersdurchschnitt der kommenden Kerbborschen wird sich von 17 auf 18 Jahre erhöhen. „Dann können wir wenigstens ohne Erlaubnis unserer Eltern nach Mitternacht in den Höfen bleiben“, sagt Christian Chantre, Vorsitzende der Kerbborschen 2020.

Ob die Absage auch die Kerbhöfe oder den Festplatz der Familie Hausmann betrifft, will der Verein aufgrund der sich stets verändernden Lage noch nicht ausschließen. Bei alternativen Programmkonzepten müsse aber ein gewisser Vorlauf vorhanden sein. Der EKG-Vorstand will die Lage beobachten und kontaktlose Programmkonzepte entwickeln. „Es gibt schon einige Ideen, die wir in den nächsten Tagen und Wochen ausarbeiten wollen“, so Waldhaus.  

jrd

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare