Wilhelm-Leuschner-Schule

Fünf Tage ohne Elterntaxi

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„Normalerweise ist der Parkplatz um diese Zeit voller Autos, jetzt ist er fast leer“, freut sich Konrektorin Inga Janzen (Zweite von links). Mit Kollegin Kathrin Zobec und den Schülern Moritz, Jonas und Jule verteilte sie bunte Bänder an zu Fuß gekommene Kinder. 

Mit bunten Bändchen gegen den „Elterntaxi“-Irrsinn: Der Parkplatz der Wilhelm-Leuschner-Schule an der Heidelberger Straße war von Montag bis einschließlich Freitag Dreh- und Angelpunkt einer konzertierten Aktion, die die allmorgendlichen Bring-Gepflogenheiten von Eltern ins Visier nimmt.

Egelsbach - Die Schulgemeinde setzt ein Zeichen, gerade für all jene, die ihre Sprösslinge am liebsten mit dem Auto bis auf den Schulhof fahren würden. „Wir setzen nicht auf Druck oder Strafe, sondern auf Einsicht“, betont Konrektorin Inga Janzen. 

Weil Elterntaxis permanent für unübersichtliche und sogar gefährliche Situationen sorgten, wurde dies kurzerhand im Unterricht thematisiert. So entstand die Idee, das Laufen der letzten 100 Meter (und gerne auch mehr) des Schulwegs mit bunten Bändchen zu belohnen. 

Egelsbach: Wilhelm-Leuschner-Schule mit Zeichen gegen Elterntaxis 

Die wurden seit Montag jeweils zu den ersten drei Stunden von „Parkplatzwächtern“ verteilt – mit Erfolg: Parkplatz und Schulvorfahrt waren seit Dienstag so gut wie autofrei.

„Wir wissen aus Erfahrung, dass wir Eltern nicht mehr umerziehen können“, sagt Janzen augenzwinkernd. „Also haben wir bei den Kindern angesetzt, damit sie das Thema in die Familien tragen.“ Fragebögen für Eltern und Kinder sowie das Schülerparlament sollen den Nährwert der Aktion verstetigen.  hob

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