Nach Auflösung der Altenwohnanlage

Gemeinde auf Wohnungssuche für Senioren

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Die Tage der Altenwohnanlage in der Dresdner Straße sind gezählt: Die Gemeinde sucht dringend Ersatzwohnungen für die letzten neun Bewohner.

Egelsbach - Bei der Wohnungssuche für die bisherigen Bewohner der Altenwohnanlage in der Dresdner Straße bittet der Gemeindevorstand jetzt die Bevölkerung um Unterstützung.

Die Einrichtung, in der aktuell noch neun Senioren wohnen, wird bekanntlich von der Christlichen Flüchtlingshilfe Egelsbach-Erzhausen (CFEE) gepachtet, die es als Flüchtlingsunterkunft nutzen wird.

Bürgermeister Jürgen Sieling weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass dadurch in keinem Fall Flüchtlinge gegenüber Senioren bevorzugt würden. Denn die bislang in kommunaler Trägerschaft geführte Altenwohnanlage (20 Einheiten ohne Betreuung) ist zum Teil stark sanierungsbedürftig. Frei gewordene Wohnungen wurden schon seit Jahren nicht mehr belegt. Die Gemeinde könne aufgrund der Finanzlage eine Sanierung nicht stemmen; bereits seit 2008 gibt es daher einen Verkaufsbeschluss der Gemeindevertretung.

Für die Nutzung als Flüchtlingsunterkunft sind zwar auch umfangreiche Umbau- und Sanierungsarbeiten durch die CFEE notwendig. Der Umfang dürfte aber deutlich geringer sein, da das Gebäude nicht mehr den Anforderungen für Senioren entsprechen muss.

Für die Gemeinde bedeutet dies jedoch, dass für die jetzigen Bewohner seniorengerechte und vor allem preiswerte Wohnungen benötigt werden. „Die Anforderungen sind abhängig vom Lebensalter und Gesundheitszustand unterschiedlich, generell werden jedoch selbstverständlich Parterrewohnungen mit barrierefreiem Zugang und einer Größe von 40 bis 45 Quadratmetern bevorzugt“, erklärt Sieling. „Wir hoffen, dass uns eventuell zurzeit leer stehende Wohnungen mit diesen Voraussetzungen zu sozial verträglichen Mietkonditionen angeboten werden. Es wäre sehr erfreulich, wenn uns Wohnungseigentümer aus sozialer Verantwortung heraus entsprechende Angebote unterbreiten würden.“

Das ändert sich durch die Pflegereform

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Die Anbieter sollten zunächst folgende Informationen an das Sekretariat des Bürgermeisters (vorzimmer@ egelsbach.de) senden: Adresse, Wohnungsgröße, Ausstattung (z.B. altersgerechtes Bad), Lage im Gebäude (z.B. Erdgeschoss, Aufzug), Warmmiete, möglicher Bezugstermin, Bilder, Ansprechpartner für Vereinbarung eines Besichtigungstermins. Sieling appelliert dabei an das Gemeinschaftsgefühl der Egelsbacher: „Es wäre ein starkes Zeichen der Solidarität, wenn wir den betroffenen Bewohnern zeitnah helfen könnten.“

ble

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