Besuch in polnischer Partnerstadt Haynau

Freundschaft weiter vertieft

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Die polnischen Gastgeber begleiteten die Egelsbacher auf allen Ausflügen, wie hier an der Burg Czocha, vor deren Portal das Erinnerungsbild entstand.

Egelsbach - Seit 2005 sind Egelsbach und das polnische Haynau verschwistert. Nachdem die Gemeinde im vergangenen Jahr eine größere Gruppe aus der Partnerstadt zu Gast hatte, fuhren die Egelsbacher nun zum Gegenbesuch nach Polen.

Erstmals mit an Bord: der neue Bürgermeister Tobias Wilbrand. Mehr als 20 Teilnehmer besuchten mit dem Egelsbacher Kulturverein (EKU) die Partnerstadt. Haynau ist eine ehemals deutsche Stadt im früheren Niederschlesien, die in der Landessprache Chojnów heißt. Direkt nach ihrer Ankunft wurde die Delegation aus Egelsbach im Rathaus von Haynau empfangen. Der Bürgermeister der Gastgeberstadt, Jan Serkies, konnte diesmal auch den neuen Rathauschef Tobias Wilbrand begrüßen. Bei einem gemeinsamen Abendessen hatten Polen und Deutsche die Möglichkeit, sich besser kennenzulernen, bevor sie auf die Unterkünfte verteilt wurden.

Der erste Ausflug führte die Gruppe nach Kreisau, wo sie die Einrichtung für deutsch-polnische Versöhnung besichtigte. In Swidnica wartete ein besonderes und imposantes Bauwerk auf die Egelsbacher: Sie besuchten die Friedenskirche, die komplett aus Holz und Stroh, ohne jegliche Metallteile, gebaut worden ist. Noch dazu musste das Gotteshaus innerhalb nur eines Jahres errichtet werden.

Die weiteren vollgepackten Ausflugstage führten die Egelsbacher, stets in Begleitung ihrer polnischen Gastgeber, ins Isergebirge, um dort die Teufelsmühle und die Kurhalle anzuschauen und weiter zur Burg Czocha. Zudem begab sich die Gruppe nach Borowki, das sich auf touristische Angebote im ländlichen Gebieten spezialisiert hat. Die Ausflüge waren nicht nur wissenswert, sondern wurden von allen Teilnehmern auch rege genutzt, um sich besser kennenzulernen.

Bilder: Fest auf dem Birkenhof in Egelsbach

Dann stand schon der Abschlussabend an. Sowohl der Haynauer Bürgermeister Jan Serkies und sein deutscher Amtskollege Tobias Wilbrand als auch Ela Klapczinska, die Vorsitzende des Fördervereins Städtepartnerschaften Haynau, und EKU-Vorsitzender Rudi Moritz betonten nach dem fünftägigen Besuch, dass sie die Freundschaft zwischen Haynau und Egelsbach weiter pflegen und festigen wollen. Die Polen ließen die Gäste aber nicht ziehen, bevor sie jeden mit einem Essenspaket versorgt hatten. Beim Abschied von den zuvorkommenden Gastgebern war so mancher Teilnehmer zu Tränen gerührt. Der Kulturverein freut sich schon auf den Gegenbesuch: Im kommenden Jahr wird die Gemeinde die polnischen Freunde empfangen. (jrd)

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