Egelsbacher Etat 2012 in der Warteschleife

Egelsbach - Üblicherweise beraten und beschließen Kommunalpolitiker am Ende eines Jahres den Haushalt fürs Folgejahr. In Egelsbach wird’s wieder mal später – so viel ist jetzt schon klar. Von Holger Borchard

Der Grund ist freilich mehr als verständlich: Kämmereileiter Marcus Schulz war durch einen Bandscheibenvorfall mehr als ein halbes Jahr aus dem Verkehr gezogen und sitzt erst seit Kurzem wieder im Rathaus.

Der Gemeindevorstand hat mit Rückendeckung der Gemeindevertretung auf die Situation reagiert: Die Verwaltung kauft externes Finanzwissen ein und beauftragt die Schüllermann Consulting GmbH aus Dreieich mit der Erstellung eines Haushaltssicherungskonzepts. „Aufgrund der langen Abwesenheit des Kämmerers sah sich der Gemeindevorstand nicht in der Lage, die Eckpunkte des Haushaltssicherungskonzepts festzulegen“, begründet Bürgermeister Rudi Moritz den Auftrag, der die Gemeinde 40.000 Euro kostet.

Dass die Ausgabe notwendig und sinnvoll ist, war bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter unumstritten. Sie wurde einstimmig gebilligt und die 40.000 Euro wurden im Nachtragshaushalt für dieses Jahr angemeldet. Die Kommunalpolitiker wollen es sich aber nicht nehmen lassen, die Dreieicher Finanzfachleute (sie zeichnen bereits für die Eröffnungsbilanz der Gemeinde verantwortlich) auf die aus ihrer Sicht wichtigsten Themenfelder anzusetzen. Nur ein Beispiel: Keiner mag zum x-ten Mal hören, dass die Schließung des Schwimmbads jährlich eine sechsstellige Summe sparen würde. „Erst wenn das Sicherungskonzept fertig und vorgestellt ist, wird der Haushaltsplanentwurf 2012 eingebracht“, betont Moritz.

Rubriklistenbild: © Pixelio.de/Thorsten Freyer

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