Der Schmerz lässt nach

Egelsbacher Etat-Minus bei 390.000 Euro

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Symbolbild

Egelsbach - 300 Seiten dick ist der Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2016 – und dank jüngster Entwicklungen schrumpft das prognostizierte Defizit sogar um fast zwei Drittel von einer Million auf 390.000 Euro. Von Holger Borchard

Als Bürgermeister Jürgen Sieling Anfang Oktober den Etat 2016 in der Gemeindevertretung vorgestellt hat, war die Kämmerei von einem (schutzschirm-konformen) Minus von rund einer Million Euro ausgegangen. Knapp zwei Wochen, bevor das Zahlenwerk tatsächlich beschlossen werden soll (in der Gemeindevertretersitzung am Mittwoch, 16. Dezember, 20 Uhr, Rathaus), stehen darin nun deutlich aufpolierte Zahlen. Zu verdanken ist das einerseits dem Kommunalen Finanzausgleich, andererseits dem Investitionsprogramm des Landes Hessen.

Der Reihe nach: Das Kommunale Investitionsprogramm des Landes stellt der Gemeinde knapp 360.000 Euro für Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung. „Der Gemeindevorstand hat noch keine konkrete Verwendung beschlossen, das wird die Gemeindevertretung im Rahmen der aktuellen Haushaltsberatungen der Gemeindevertretung tun“, merkt der Rathaus-Chef dazu an. Noch erfreulicher, weil direkt auf den Gemeinde-Saldo wirkend, sind die reduzierten Umlagezahlungen, die sich für Egelsbach aus der Neufassung des Kommunalen Finanzausgleichs ergeben. „Unter dem Strich müssen wir circa 710.000 Euro weniger abführen“, sagt Sieling. „Damit fehlen nächstes Jahr nach Einrechnung aller bisher gemeldeten Positionen nicht mehr eine Million, sondern etwa 390.000 Euro.“ Die positive Entwicklung der Finanzen setze sich eindrucksvoll fort, betont Sieling – „zumal weder Steuer- noch Gebührenerhöhungen ein Thema sind und das Freibad auch 2016 geöffnet sein wird.“

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