Spannendes Kräfteverhältnis

Gemeindevertretung: Drei müssen sich einig sein

Egelsbach - Mit dieser Übersicht wollen wir Ihnen, liebe Leser, bildlich vorstellen, wer Sie in den kommenden fünf Jahren politisch vertritt. Sechs Fraktionen – eine mehr als bisher – teilen sich die 31 Plätze in der Gemeindevertretung. Von Holger Borchard 

Mit acht Sitzen sind die Sozialdemokraten die stärkste Kraft; sie stellen mit Irmgard Bettermann die Erste Beigeordnete im Gemeindevorstand sowie mit Hans-Joachim Jaxt den Vorsitzenden der Gemeindevertretung. Gleichauf mit jeweils sechs Vertretern folgen Grüne, CDU und Wahlgemeinschaft. Letztere darf sich aufgrund des Stimmenzuwachses auf 17,9 Prozent (2011: 12,5 Prozent) als Sieger der Kommunalwahl 2016 fühlen – ebenso wie die FDP (11,4 Prozent nach 4,9 Prozent anno 2011), deren Fraktion vier Mitglieder zählt. Die Linke zieht erstmals ins Ortsparlament ein und erhält einen Sitz.

Unter dem Strich ergibt sich ein ausgewogenes, hochinteressantes Kräfteverhältnis. Keine Fraktion ist imstande, allein „die Musik“ zu bestimmen, ja es reichen derer nicht einmal zwei, um Entscheidungen festzuklopfen. Wie man es auch dreht: Um eine Mehrheit in der Gemeindevertretung, sprich mindestens 16 der insgesamt 31 Stimmen zusammen zu bekommen, müssen mindestens drei Parteien an einem Strang ziehen. Wie so etwas geht, haben SPD, WGE und FDP schon mal gezeigt: Sie sind zur Besetzung des Gemeindevorstands und diverser Verbandsämter eine sogenannte Listenverbindung eingegangen. So erklärt es sich, dass alle Posten mit Renommee bei der SPD liegen und die WGE zwei Vertreter im Gemeindevorstand hat.

Bürgermeister und Landräte aus der Region

Rubriklistenbild: © dpa

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