„Kerb 2018 im Eigenheim ist vom Tisch“

Eigenheim: Nach Streit neuer Anlauf

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Das Eigenheim in Egelsbach

Egelsbach - Der Frühling ist da, seine Strahlkraft soll auch das Projekt Eigenheim beflügeln: Die Gemeinde und der Verein Pro Eigenheim treiben die Instandsetzung der beliebten Veranstaltungsstätte ab sofort wieder Hand in Hand voran. Von Holger Borchard

Die zwischenzeitlich beängstigend eskalierten Dissonanzen sind ausgeräumt. Baulich soll sich von daher dieses Jahr noch einiges tun im Eigenheim, sofern die Bauaufsicht des Kreises ihr Plazet gibt. Ein Traum indes ist definitiv geplatzt: „Kerb 2018 im Eigenheim ist vom Tisch“, betont Bürgermeister Jürgen Sieling. „Das dürfte allen klar sein, der Kerbverein jedenfalls weiß, woran er ist.“

Dass es im Eigenheim mit der per Bürgerentscheid angeschobenen Sanierung in Kooperation von Gemeinde und Verein vorwärts gehen kann, ist nicht zuletzt „Luft reinigenden“ Gesprächen zwischen Rathauschef und Vereinsspitze geschuldet. Abgesehen davon erfolgt eine personelle Neuausrichtung: Weil der bis dato auf Gemeindeseite mit der Eigenheim-Federführung betraute Mitarbeiter aus gesundheitlichen Gründen länger ausfällt, wird ein externer Fachmann übernehmen. „Es handelt sich um einen ausgewiesenen Experten auf den für uns zur Wiederinbetriebnahme relevanten Baufeldern Brandschutz, Fluchtwege und so weiter“, sagt Sieling. Im Zuge eines mehrstündigen Ortstermins vorige Woche habe der Fachmann die Eigenheim-Substanz auf Herz und Nieren geprüft. „Und siehe da: Er kam auf genau die finanzielle Größenordnung für die Sanierung rein zur Wiedereröffnung, über die wir seit der ersten Expertise sprechen – nämlich eine Dreiviertel- bis ganz Million“, berichtet der Bürgermeister.

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Der Experte soll ab sofort im Auftrag der Gemeinde die komplette Korrespondenz mit den Kreisbehörden abwickeln – „und das ist reichlich Papierkram“, merkt Sieling an. „Verbindungsmann“ der Gemeinde wird ab sofort Bauamtsmitarbeiter Michael Karg sein; der Bürgermeister bleibt oberster und direkter Ansprechpartner für den Verein Pro Eigenheim – das nächste Infogespräch ist schon für Ende des Monats verabredet. Während Vereinsmitglieder bereits wieder am Eigenheim arbeiten, obliegt es nun den Gemeindevertretern, die Instandsetzung über die nötigen Beschlüsse auf Kurs zu halten. Und: die Bereitstellung weiteren Geldes zu veranlassen. „Von der im ersten Schritt zur Verfügung gestellten halben Million Euro sind etwa 450.000 aufgebraucht“, hat der Bürgermeister aktuelle Zahlen parat.

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