Dejan Colic ist Pächter der Gaststätte

Eigenheim Egelsbach: Neuer Wirt und alte Flaschen

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Der Ausbau der Kegelbahn war (und ist ...) ein hartes Stück Arbeit für die Helfer des Eigenheim Vereins – immerhin durfte zwischendurch über kuriose Funde im Fundament gelacht werden.

Egelsbach - Die Wiederbelebung des Eigenheims schreitet auf allerlei Pfaden weiter voran: Der Vertrag zwischen Verein Pro Eigenheim und künftigem Gaststättenbetreiber ist unterzeichnet, die Gemeindevertretung hat planerisch den Weg für Außengastronomie geebnet und drinnen im Saalbau sind derweil die Reste der ehemaligen Kegelbahn abgetragen worden. Von Holger Borchard 

Und der Pächter ist ...: Dejan Colic heißt der neue Mann, der zum 1. Oktober die Eigenheim-Gaststätte mit Kolleg und Biergarten eröffnen wird. Dem gelernten Koch zur Seite, sprich mit ihm hinter dem Tresen stehen wird die Familie Cekovic. Ja, richtig gelesen – es darf also ein Stück weit von einer Rückkehr gesprochen werden, denn: Stefan Cekovic, in den 80er Jahren Wirt der Gaststätte an der Georg-Sehring-Halle und zuletzt des Cecko’s (ehemals Restaurant Victor’s) in der Langener Rheinstraße, war von 1991 bis 2007 Pächter des Eigenheims.

„Der Vertrag mit dem neuen Pächter Dejan Colic ist unter Dach und Fach – insofern können wir nun auch öffentlich publik machen, was sich im Egelsbacher Ortsfunk sowieso schon verbreitet hat“, sagt Pro-Eigenheim-Vorsitzender Hans-Jürgen Rüster. Kolic & Co. werden laut Rüster demnächst mit der Renovierung der Gaststätte beginnen. Die Sommersaison wird zum Termin der Neueröffnung zwar „abgefrühstückt“ sein, aber immerhin kann der neue Gaststätten-Pächter darauf bauen, dass er für die Sommersaison 2018 mit einer Außenbewirtschaftung am Berliner Platz kalkulieren kann. Dafür haben die Gemeindevertreter vorige Woche die Weichen gestellt. Die Parlamentarier genehmigten einstimmig die Errichtung eines sogenannten Freisitzes am Eigenheim, der Platz für maximal 72 Besucher bieten darf. „Die Gestaltung und Möblierung dieses Bereichs obliegt dem Wirt, der sich natürlich auch an die gängigen Betriebsvorgaben zu halten haben wird“, merkt Bürgermeister Jürgen Sieling an.

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Mitglieder und Helfer des Vereins Pro Eigenheim haben derweil weiter kräftig angepackt, um einerseits Formalitäten aus dem Weg, andererseits altes Gerümpel, Müll und Bauschutt aus dem Saalbau zu räumen.

Stand gestern zählt der Verein Pro Eigenheim 147 Mitglieder. „Alle rechtlichen Voraussetzungen sind erfüllt – wir sind ein eingetragener, gemeinnütziger Verein und die ersten Mitgliederbeiträge sind eingezogen“, resümiert Rüster. Die erste Mitgliederversammlung habe die Beibehaltung des Jahresbeitrags von 24 Euro beschlossen; der Vorstand lote gegenwärtig in enger Abstimmung mit dem Finanzamt Möglichkeiten und Grenzen des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs aus, um Steuerprobleme zu vermeiden.

Mehrere Kubikmeter Sperrmüll sind derweil durch den Verein aus dem Eigenheim entsorgt worden. „Im kompletten Gaststättenbereich mit Kolleg, Keller und Dachräumen wurden Brandmeldeleitungen verlegt und Türen und Wände abgebrochen“, berichtet Rüster. Die Küche wurde komplett geräumt, um den Fußboden wiederherzurichten. Der Küchenabfluss wurde komplett erneuert, weil er mit Fett verstopft war.

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Ein Kapitel für sich: die Kegelbahn. Sie wurde komplett entfernt – „unter erschwerten Bedingungen“, wie Rüster anmerkt, „die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen“. Freilich gab es auf der Kegelbahn auch belustigende Momente. So etwa, als die Helfer im Mittelteil der Bahn bei der Kugelrückführung auf ein ganz besonderes Fundament stießen: Dutzende leere Bierflaschen. „Wir sind jetzt zwar nicht so vertraut mit den Baubestimmung und Glücksritualen der damaligen Zeit. Aber dass das Standard war, wagen wir zu bezweifeln“, kommentiert Rüster schmunzelnd.

So kommen Gebäude und Gebäudetechnik Zug um Zug wieder dem Betrieb näher – „alles in Abstimmung mit der Gemeinde“, betont Rüster. Als nächste Arbeiten stehen nach seinen Worten die Erneuerungen der kompletten Elektroanlagen und der Entsorgung der alten Notlichtanlagen an. „Danach hat die Kommune den Stab in der Hand und kann mit den Arbeiten für den Brandschutz beginnen.“

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