Künstler Georg Brinkies schafft für Egelsbach ein Werk aus Eichen

Kreisel-Skulptur als Zeichen der Einheit

So soll das Kunstwerk aussehen: ein Modell der Skulptur.
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So soll das Kunstwerk aussehen: ein Modell der Skulptur.

Der Süden der Gemeinde bekommt im Frühjahr 2021 ein markantes Kunstwerk: In der Mitte des Verkehrskreisels an der Kreuzung Kurt-Schumacher-Ring / Theodor-Heuss-Straße wird eine Skulptur entstehen, die die Verbindung zwischen Bayerseich und dem Rest des Orts stärken soll.

Egelsbach – Verantwortlich für das Projekt zeichnet der in Neuhaus am Schliersee lebende Künstler Georg Brinkies. Mit seinem Entwurf überzeugte er die Jury des Projektes „Kunst vor Ort“, die Brinkies’ Vorschlag unter 25 Bewerbern einstimmig zum Gewinner des Wettbewerbs kürte. Der gebürtige Münchener wird für das Rondell eine Skulptur schaffen, die die Einheit der Gemeinde und das Miteinander symbolisieren soll. „Die Pläne des erfahrenen Künstlers Georg Brinkies haben uns überzeugt und passen hervorragend zum Projekttitel ,Egelsbach verbindet’“, sagt Landrat Oliver Quilling, Mitglied der sechsköpfigen Jury. „In seiner Skulptur steckt viel Philosophie und eine starke Symbolkraft, die die Einheit und das Zueinander der verschiedenen Teile der Gemeinde Egelsbach verkörpert.“

Brinkies, Jahrgang 1953, hat eine Ausbildung zum Holzbildhauer absolviert und an der Kunstakademie München Bildhauerei studiert. Als Künstler arbeitet er seit mehr als 40 Jahren mit Holz und Ton. Er möge „keine festen Konzepte im Kopf und auch keine Kunsttheorien“, sagt Brinkies. Für sein Kunstwerk im Verkehrskreisel will er ein Paar drei bis vier Meter hohe Eichenstämme künstlerisch bearbeiten und im Zentrum aufstellen. „Diese werden eine klare, unverwechselbare Einheit bilden“, sagt Brinkies.

Bayerseich stärker integrieren

Viele Bürgerinnen und Bürger empfänden Bayerseich als separaten Ortsteil von Egelsbach, schreibt der Kreis Offenbach in einer Mitteilung. Das Kunstwerk soll daher ein Zeichen für die Einheit setzen. „Zueinander“ ist der Titel des Entwurfs von Brinkies’ hölzerner Skulptur, die er der Jury in seiner Bewerbung als „atmend und lebendig“ beschreibt. Die geformten Eichenstämme werden zwar fest im Fundament des Verkehrskreisels verankert sein, doch sie sollen nicht statisch wirken. „Durch den wechselnden Blickwinkel der vorbeigehenden oder -fahrenden Betrachter kommen die beiden Stelen in Bewegung und können visuell auch aufeinander zugehen“, schreibt der Kreis.

Eine Aufgabe der Künstler des seit 1999 jährlich neu aufgelegten Projekts „Kunst vor Ort“ ist es, die Bevölkerung in den künstlerischen Prozess miteinzubeziehen. Brinkies wird daher – wenn die Corona-Verordnungen es zulassen – die Eichenstämme in Egelsbach mit Kettensäge, Schnitzeisen und Klöpfel bearbeiten und dabei mit interessierten Bürgern ins Gespräch kommen. Vorgesehen sind auch Mitmachaktionen – das heißt, Kinder und Erwachsene können mit Holz oder Ton plastisch arbeiten. „Durch das Kunstwerk von Georg Brinkies, das je nach Blickrichtung immer anders aussieht, kann Egelsbach noch stärker verbunden werden und näher zueinander finden“, sagt Bürgermeister Tobias Wilbrand (Grüne). Und Quilling findet: „In den Werken des Künstlers Georg Brinkies entdeckt man immer viel Nachdenkliches. Das gilt auch für die sich scheinbar aufeinander zu bewegenden Baumstämme.“ (msc)

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