Gruppe will Verein gründen

Elschbächer Mädchen legen los

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Sie treten an, um „Elschbächer Mädels“ zu sein und als Verein den Stein für die Entwicklung einer Mädchen-Tradition im Ort ins Rollen zu bringen. Klare Ansage: „Wir wollen den Jungs keine Konkurrenz machen!“ Das Foto zeigt von links, obere Reihe: Cassedy Di Natale, Leyla Safi, Mila Bolt und Lea Schwarz sowie (Mitte) Vivien Bohacek, Sina Schumacher, Maya Anastacia A., Nicole Hartmann, Viktoria Savvin und vorne Lilly Gjurcesta, die Zwillinge Sabrina und Cinzia Cataneo sowie Klaudia Pluta.

Egelsbach -  Sie nennen sich „Elschbächer Mädchen“ und haben allerhand vor: Veranstaltungen möchten sie zu verschiedenen Anlässen auf die Beine stellen, außerdem in unterschiedlicher Form Engagement zeigen. Von Holger Borchard 

Das alles unter dem Dach eines noch zu gründenden Vereins und mit einem besonderen Ziel: Die da kommenden jüngeren Mädchenjahrgänge sollen es den Vorreiterinnen von heute nachmachen – auf dass unter den „Elschbächer Mädchen“ eine ähnliche Tradition entstehen möge, wie Egelsbacher Jungs sie schon lange als Kerbborsch-Jahrgänge pflegen. Bei der Jugendversammlung vor acht Tagen haben sich Nicole Hartmann und ihre Freundinnen erstmals zu Wort gemeldet und ihrer Idee von den „Faschingsmädels“ zum Sprung an die Spitze der Rangliste der Jugendwünsche verholfen. „Geboren wurde die Idee im Kreis von 15 Mädchen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren, die alle die weiterführenden Schulen in Langen besuchen“, erzählt Hartmann, die Sprecherin der Gruppe ist. „Wir wollen feiern und auch absolut gerne Feiern organisieren, aber uns darüber hinaus ernsthaft für wichtige und schöne Dinge engagieren, von denen alle etwas haben“, gibt die 17-Jährige die Motivation wieder.

Ursprünglich, also ur-eigentlich war die Planung mal von „Egelsbacher Kerbmädels“ ausgegangen, verrät Hartmann. „Das haben wir aber wieder verworfen, weil zwar viele, aber eben nicht alle Jungs das so dolle fanden und auch die Kerbgemeinschaft nicht gerade ,Hurra’ gerufen hat. Also haben wir gesagt: Wir lassen den Jungs die Kerb, machen ihnen keine Konkurrenz und stürzen uns dafür auf alles andere, was der Jahresterminkalender hergibt.“

Fasching, Sommerfeste, Partys im und ums Jugendzentrum, Halloween oder auch der Weihnachtsmarkt: Termine und Themen für ihre Aktivitäten haben die rund 15 Mädels schon mal reichlich aufgetan. Am Stichwahl-Sonntag haben sie nachmittags knapp drei Stunden im Bürgerhaus zusammengesessen und das weitere Vorgehen geplant.

Bilder: Egelsbacher feiern auf der Kerb

„Im Endeffekt ist es besser, unser eigenes Ding im Zuge eines eigenen Vereins zu machen, statt einem bestehenden Verein angeschlossen zu sein“, sagt Hartmann. „Das haben wir so beschlossen und werden also einen eigenen Verein gründen.“ Für die Vorstandsposten haben die Mädchen einige Eltern gewinnen können, für weitere Starthilfe wird der Verein für Jugendsozialarbeit und Jugendkulturförderung sorgen. „Er hilft uns bei der Erstellung der Stazung“, sagt Hartmann. „Außerdem stellt der Verein uns seinen Raum bei der Krabbelstube in Bayerseich als Treffpunkt zur Verfügung – im Gegenzug helfen wir bei dessen Renovierung.“

Eigene Pullis haben die Mädels schon in Auftrag gegeben – „das Motiv wird noch nicht verraten“. Ein Einhorn soll das Maskottchen der Gruppe werden, eine Krone das Symbol der „Elschbächer Mädchen“, das im Optimalfall von Jahrgang zu Jahrgang weitergegeben wird. „Wir versuchen schon jetzt, jüngere Jahrgänge anzusprechen, um für unsere Idee zu werben“, sagt Hartmann. Werbung in eigener Sache macht ihre Gruppe im Übrigen am morgigen Weltfrauentag im Ortskern. „Wir werden ab 15 Uhr in der Ernst-Ludwig-Straße Rosen und Flyer verteilen“, kündigt Hartmann an. Die erste selbst organisierte Party im Juz peilen sie für Ende Mai an. Kontakt: egelsbacher-girls@gmx.de

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