Sozial Schwache benachteiligt

Bei Badpreisen noch mal genau hinschauen

Egelsbach - Kaum hat der Gemeindevorstand die jüngst vom Parlament beschlossene Erhöhung der Eintrittsgebühren fürs Freibad inklusive Rabattaktion im April publik gemacht, wird Kritik an der Preispolitik laut. Sie kommt vom Förderverein Freibad (FVFE).

Die Bad-Förderer sehen ausgerechnet eine Gruppe ausgebootet, der man eine drastische Erhöhung eben nicht zumuten sollte – sozial benachteiligte Familien mit Kindern.

„Zwar hat sich die Lage gegenüber dem Ursprungsentwurf aufgrund unseres frühzeitigen Hinweises und eines darauf von der Gemeindevertretung einstimmig angenommenen Änderungsantrags der Grünen deutlich entspannt“, erklärt Dietrich Fischer für den FVFE, „aber alle Härtefälle sind damit nicht berücksichtigt“. Konkret: Für Auszubildende, Arbeitslose und Hartz IV-Empfänger wurde nachreguliert, aber Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren, die studieren, arbeitslos sind oder Hartz IV oder Rente beziehen, sind mit einer 260-prozentigen beziehungsweise rabattiert 224-prozentigen Erhöhung dabei, konstatiert der Verein auf seiner Homepage (www.fvfe.de).

Paare in häuslicher Gemeinschaft mit minderjährigen Kindern, wo beide Erwachsene studieren, arbeitslos sind bzw. Rente oder Hartz IV beziehen, zahlen 130 (110) Prozent mehr. Fazit: „Da sollte man noch mal genau hinschauen!“

Ableitung des Winterbeckenwassers

Mit Erfolg rangegangen sind Förderverein und Gemeinde derweil an die Ableitung des Winterbeckenwassers: „Das Wasser der vorigen Saison, das zum Schutz der Fliesen den Winter über in den Becken stand, ist mit Erlaubnis des Regierungspräsidiums in den angrenzenden Bach abgelassen worden“, berichtet Bürgermeister Jürgen Sieling. „Das ist bares Geld gespart und Beweis genug, dass die konsequente Umsetzung der von Verwaltung und Förderverein erarbeiteten Ansätze den Badzuschuss weiter senken kann.“

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Bisher war diese Abwassergebühren verhindernde Variante an zu hohen Schadstoffwerten gescheitert. Diesmal wurde allerdings auf den üblichen Chemikalieneinsatz zur Algenvermeidung verzichtet. „Wegen der stärkeren Algenbildung ist jetzt zwar der Reinigungsbedarf der Fliesen höher, aber das Ganze rechnet sich, weil für zirka 4 000 Kubikmeter Abwasser die Gebühren entfallen.“

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hob

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