Egelsbacher Bienenlehrpfad

Leckeres Gold im Glas

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Die Bienen am Egelsbacher Lehrpfad haben geliefert, das erste „Rathausgold“ ist ab sofort im Bürgerbüro zu haben. Darüber freuen sich (von links) Petra Hormann (Bürgerbüro), Schulrektor Martin Höhn, Umweltberater Wolfgang Höher, Verena Jakel, Bienenhirtin Amelie und Axel Wirth (alle Bienenzuchtverein Langen und Umgebung) sowie Bürgermeister Tobias Wilbrand.

Egelsbach - Ein vorbildliches und nachhaltiges Projekt trägt erste Früchte und jeder im Ort kann davon kosten. Der erste Honig des Projekts Egelsbacher Bienenlehrpfad ist geschleudert und in Gläser gefüllt – das „Rathausgold“ ist ab sofort im Bürgerbüro zu haben. Von Holger Borchard

„Wir haben jetzt den sichtbaren Beweis, dass unser Projekt angelaufen ist und sich wie gewünscht entwickelt“ sagt Martin Höhn und präsentiert ein 250-Milliliter-Glas mit dem „Rathausgold“. Höhn leitet die Wilhelm-Leuschner-Grundschule, deren Bienen-AGs und Bienenhirten einen maßgeblichen Teil zum Projekt Egelsbacher Bienenlehrpfad beitragen. Ferner mit im Boot sind die Gemeinde und der Bienenzuchtverein Langen und Umgebung. Gemeinsam hat man sich im Frühjahr im Feld zwischen dem Friedhof und der lang gezogenen Kurve der Kreisstraße 168 an die Arbeit gemacht und dort vier Bienenvölkern ein Zuhause gegeben. „Die fleißigen Tierchen haben geliefert und unsere Schüler haben in der schuleigenen Imkerei rund 100 Kilogramm Honig gewonnen“, erzählt Höhn. Stellvertretend für die Grundschüler ist die zwölfjährige Amelia bei der Präsentation des Rathausgolds von der Partie. „Etliche Schüler sind selbst nach ihrem Weggang auf eine weiterführende Schule unserem Projekt treu geblieben und betätigen sich jetzt als Bienenhirten unter dem Dach des Bienenzuchtvereins Langen und Umgebung in unserer Schulimkerei“, merkt Höhn an.

Für den Verein sind Vorsitzende Verena Jakel und Stellvertreter Axel Wirth zur Präsentation der ersten Ernte vom Bienenlehrpfad gekommen, die Gemeinde repräsentieren Bürgermeister Tobias Wilbrand und Umweltberater Wolfgang Höher beim Pressetermin im Bürgerbüro. „Der Honig ist ab sofort hier im Bürgerbüro für fünf Euro pro Glas zu haben“, sagt Höher. Auf diese Weise komme ein Teil der zum Anlegen des Lehrpfands benötigten Summe aus eigener Kraft herein.

Das Budget für den Aufbau des Lehrpfads beziffert Martin Höhn auf etwa 20.000 Euro, der Unterhalt dürfte in der Folge mit etwa 10 000 Euro zu Buche schlagen. „Insofern sind uns Sponsoren und Unterstützer nach wie vor hochwillkommen – wer sich dafür interessiert, erreicht mich über die Schule unter Telefon 42505.“

Der Bienen-Lehrpfad, der mittels Schautafeln über die Honigbienen informieren und deren famose Leistungen an allerlei Stationen erlebbar machen soll, krönt die Entwicklung, die 2016 mit dem Projekt „Bienenweiden“ angestoßen worden ist. „Damals haben wir auf etwa 2300 Quadratmetern Acker- und Wiesenfläche bienenfreundliches Saatgut ausgesät“, sagt Höhn. „Dieses Jahr stehen wir dank Unterstützung der Ortslandwirte bei knapp 35.000 Quadratmetern.“ Motor der Aktivitäten war seit deren Gründung die Bienen-AG der Leuschner-Schule. „Aber auch den Ortslandwirten und der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises, dort namentlich Koloman Stich, gilt unser Dank für die großartige Hilfe“, fügt Höhn hinzu.

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Über das Winterhalbjahr soll der Lehrpfad weiter auf- und ausgebaut werden. „Für den Anfang haben wir drei, vier Stationen konzipiert, in der Endausgestaltung sollen es sieben oder acht sein“, blickt der Rektor voraus. Einmal fertig, könnte der Pfad Ausflugs- und Lernziel für Schüler und Kitakinder der ganzen Region inklusive Frankfurt werden. „Dank der Nähe zum S-Bahnhof ist das keine Utopie“, betont Höhn.

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