Modellversuch Thema im Ausschuss

Infos zum Experiment Kita-Essen

+

Egelsbach - Experiment gelungen oder gescheitert? Weiter so, wie es gegenwärtig (ohne echte Alternative) läuft, oder ist vielleicht sogar eine gänzliche Neuausrichtung gewünscht? Um diese Fragen geht es mit Blick auf die Essensversorgung in den gemeindlichen Kinderbetreuungseinrichtungen am morgigen Donnerstag im Sozial- und Kulturausschuss der Gemeindevertretung. Von Holger Borchard 

Ein wichtiges, sensibles Thema für die Gemeindeverwaltung ist es allemal, wie die Kinder in den Kitas und in der Schulbetreuung versorgt werden. Kochen die einzelnen Einrichtungen beziehungsweise eine Zentralküche selbst oder wird das Essen täglich von einem Caterer „eingeflogen“? Ist es bio, öko und so weiter – und letztlich auch nicht zu teuer? Das sind die Fragen, die Familien, Betreuungspersonal, Verwaltung und nicht zuletzt aufs Geld guckende Lokalpolitiker umtreiben.

Letztere waren es, auf deren Beschluss hin die Verwaltung einen Probelauf gestartet hat: Weg von der eigenen Küche, hin zur Versorgung durch eine Catering-Firma, lautet seit Juni die Praxis. Dahinter steckt unter anderem auch die Verabschiedung der ehemaligen Küchenleiterin in den Ruhestand; ihr Posten wurde nicht neu besetzt.

Rund 400 Essen täglich werden in den Egelsbacher Einrichtungen ausgegeben. Was sich bis Ende Oktober im Rahmen des Catering-Testlaufs getan hat, werden Amtsleiter Manfred Kraus und Sozialdezernent Jörg Leinberger (SPD) dem Ausschuss morgen Abend berichten (die öffentliche Sitzung beginnt um 20 Uhr im Rathaus). Der örtlichen Presse vor den Kommunalpolitikern Genaueres zu verraten, ist freilich ein Fettnäpfchen, in das Manfred Kraus keinesfalls tappen will. Folglich lässt er vorab nur so viel durchblicken: „Es gibt durchaus eindeutige Erkenntnisse.“ So habe sich nicht jede Form der Anlieferung als praktikabel erwiesen. Waren die Mahlzeiten anfangs portioniert in (Alu-)Schalen angeliefert worden, werden sie mittlerweile wieder erst in den Einrichtungen vor Ort angerichtet und ausgegeben.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Abgesehen davon ist laut Kraus klar: „Solange es keinen neuen Beschluss der Gemeindevertretung gibt, wird alles so weiterlaufen, wie es momentan der Fall ist.“ Dies auch vor dem Hintergrund, dass es der Gemeinde in den vergangenen Monaten nicht gelungen ist, eine ausgeschriebene Koch-Stelle zu besetzen. Ob eine weitere Ausschreibung Sinn macht, dürfte vor allem vom Standpunkt der Gemeindevertretung mit Blick aufs finanzielle Große Ganze abhängen. Und Manfred Kraus nennt noch ein weiteres, nicht ganz unwichtiges Detail: „Die Eltern wollen und sollen dazu natürlich auch angehört werden.“

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare