Bei T-Shirt-Aktion der Kerbborsche kamen 4 000 Euro zusammen

Fleißig für Elschbächer Kneipen gespendet

Glückliche Gesichter beim Verteilen der T-Shirts: Die Kerbborschen haben sich am vergangenen Wochenende persönlich bei den Unterstützern und Unterstützerinnen bedankt.
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Glückliche Gesichter beim Verteilen der T-Shirts: Die Kerbborschen haben sich am vergangenen Wochenende persönlich bei den Unterstützern und Unterstützerinnen bedankt.

Diese Summe hat die Kerbborschen des Jahrgangs 2017 überrascht: 1 000 Euro – pro Kneipe – haben sie mit ihrer Sammelaktion „Support Your Local Kneipe“ zusammenbekommen. „Damit haben wir nicht gerechnet“, zeigt sich Kerbborsch Till Herchenhahn vom Erfolg freudig überrascht.

Egelsbach – „Wir dachten, dass wir vielleicht insgesamt 1 000 Euro sammeln könnten“, fügt Herchenhahn hinzu. Jetzt ist bei der Aktion zur Unterstützung der vier Egelsbacher Lokale „Zum Bahnhof“, „Zur Krone“, „Zum Lui“ und „Karlsbader Hof“ das Vierfache zusammengekommen. 238 T-Shirts haben die Egelsbacher gekauft. Viele hätten sich sehr großzügig gezeigt und mehr für die T-Shirts bezahlt als die geforderten 20,17 Euro, passend zu dem Jahrgang der Kerbborschen. Manche hätten auch einfach so Geld gespendet, ohne ein T-Shirt zu nehmen. Der Kassenwart sei am Ende auf eine Summe von 1 000 Euro pro Kneipe gekommen, nachdem die Kosten für Druck und Material abgezogen wurden.

Um sich für die Unterstützung ihrer Aktion zu bedanken, verteilen die Kerbborschen die T-Shirts persönlich an alle Spender. Bestellt wurden sie bei Teamsport Rhein-Main und auch wenn es möglich gewesen wäre, dass sich jeder seine Bestellung selbst abholt, wollen die Kerbborschen ihre selbstgestalteten Shirts lieber persönlich verteilen – selbstverständlich unter Beachtung der Corona-Regeln. Unter der Woche wurde geliefert, alles ist verpackt worden und am Wochenende ausgefahren. „Wir wollen uns bei Teamsport Rhein-Main für die schönen T-Shirts bedanken“, ist den Kerbborschen wichtig zu sagen.

Die Kerbborsche haben die Shirts persönlich an die Unterstützer überreicht.

Dankbar für die gelungene Aktion sind auch die Wirte der vier Kneipen, die sich nun auf einen Scheck der Kerbborschen freuen können. Ramazan Kutluca führt mit seiner Frau die Kneipe „Zum Bahnhof“. Er ist stolz auf „die Jungs“, dass sie während der schwierigen Zeit in der Corona-Pandemie die lokalen Gaststätten unterstützen. „Das Geld können wir für Teile der Miete oder Strom einsetzen. Das hilft uns sehr. Meine Frau und ich betreiben die Kneipe erst seit etwas mehr als einem Jahr – und sieben Monate davon hatten wir geschlossen.“ Auch die Kneipe „Zur Krone“ macht schwere Zeiten durch. Milos Stankic war selber Kerbborsch und findet die Aktion super für die Kneipen. „Jeder Cent ist momentan Gold wert“, sagt Stankic. Der Familienbetrieb steht derzeit still, weil Stankics Mutter und die Inhaberin und Köchin der „Krone“ im vergangenen Jahr erblindet ist. „Wir bemühen uns sehr, dass unsere Kneipe nach der Pandemie wieder so sein wird, wie früher“, sagt Stankic.

Von Theresa Ricke

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