Abgeputzt wie ein Christbaum

Flop des Jahres in Egelsbach: Der Lärmschutz an der Darmstädter Landstraße

Abgeputzt. Das Schicksal, das dieser Tage überall Christbäume trifft, hat die Lärmschutzkonstruktion an der Darmstädter Landstraße schon im Laufe dieses Monats ereilt. Die gute Nachricht: Das Metallskelett soll so schnell wie möglich wieder Speck auf die Rippen bekommen – nach geplant-bestelltem Konzept, nur diesmal vernünftig ausgeführt.
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Abgeputzt. Das Schicksal, das dieser Tage überall Christbäume trifft, hat die Lärmschutzkonstruktion an der Darmstädter Landstraße schon im Laufe dieses Monats ereilt. Die gute Nachricht: Das Metallskelett soll so schnell wie möglich wieder Speck auf die Rippen bekommen – nach geplant-bestelltem Konzept, nur diesmal vernünftig ausgeführt.

Wer im Ort nach den Flops des Jahres sucht, wird an der Darmstädter Landstraße fündig, genau gesagt am Metallgerippe der Lärmschutzkonstruktion des Neubaugebiets Leimenkaute.

Egelsbach - Wo eigentlich längst ein stattlicher Erdwall die entstehenden Neubauten vor den Fahrgeräuschen der Ex-B 3 abschirmen soll, grüßt seit Kurzem wieder ein blankes Metallgerippe – des Pudels Kern sozusagen: Das 2018 angelegte, mit Erde befüllte Konstrukt aus Metallstangen, Drahtgeflecht und folienbeschichteten Kokosmatten ist im Sommer vor der Gewalt von heißen Temperaturen, Sturm, Regen und Hagel in die Knie gegangen – zu viel für die Folien, die an etlichen Stellen aufplatzten.

Ob der Planer sich verplant hat oder die Ausführenden geschludert haben, ist inzwischen ein Fall fürs Gericht, doch das ändert nichts daran, dass schleunigst Ersatz her muss. „Ohne Lärmschutzwall kann die Bebauung nicht weiter gehen“, lässt Bürgermeister Tobias Wilbrand durchblicken. Insofern ist das Freilegen des Metallgestänges der Startschuss für einen zweiten Anlauf nach gleichem Prinzip der Verfüllung mit einem Erde-Kies-Sand-Gemisch.

„Uns ist versichert worden, dass die Konstruktion Hand und Fuß hat; Fachingenieure haben das Ganze begleitet und geprüft“, fasst der Rathaus-Chef zusammen. „Fakt ist: Die Gemeinde hat etwas bestellt und bezahlt, das nicht vernünftig ausgeführt worden ist. Das wird jetzt korrigiert und wer auch immer dafür zahlt – wir werden es nicht sein!“

hob

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