72.016 Starts und Landungen im Jahr 2015

Flugplatz: Mehr Flüge und schwarze Zahlen

Egelsbach - Die Hessische Flugplatz GmbH (HFG) meldet für 2015 so viele Starts und Landungen am Egelsbacher Flugplatz wie seit Jahren nicht mehr. Auch deshalb schreibt der Betreiber des größten Verkehrslandeplatzes der Bundesrepublik schwarze Zahlen und weist einen moderaten Gewinn aus. Von Holger Borchard

72.016 Flugbewegungen hat die Hessische Flugplatz GmbH (HFG) anno 2015 registriert – das ist ein Plus von fünfeinhalb Prozent gegenüber 2014 (68 331). „Mehr Flugbewegungen wurden zuletzt im Jahr 2008 erzielt“, schreibt HFG-Geschäftsführer Joe Bauer im Memorandum für die HFG-Gesellschafter. Vor acht Jahren hatte das Unternehmen 76.278 Starts und Landungen gezählt. Von den Spitzenwerten der 1970er Jahre mit mehr als 120.000 Flugbewegungen ist der mittlerweile werbetechnisch optimiert heißende Frankfurt-Egelsbach Airport indes meilenweit entfernt.

Auf die Umsatzentwicklung hat sich der Betrieb am Himmel gleichwohl positiv ausgewirkt. Das operative Ergebnis (EBIT) zum 31. Dezember 2015 liegt bei 22.000 Euro – Ende 2014 hatte ein Minus von 290.000 Euro zu Buche gestanden. Nimmt man die Kennziffer „Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen“ (EBITDA) als Maßstab, sieht das Jahresergebnis mit 285.000 Euro (2014: minus 26.000 Euro) noch freundlicher aus. Was der HFG letztendlich zu schwarzen Zahlen verhilft, verschweigt das Memorandum nicht: Abgesehen von den Einnahmen durch die Flugbewegungen sei die Ergebnisverbesserung vor allem auf den Verkauf des zweiten Baugrundstücks für das „AirBos“-Bürogebäude am Flugplatz zurückzuführen. Hilfreich waren ferner Veranstaltungen vor Ort sowie geringere Personalkosten.

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Weit über dem Durchschnitt lag dank des milden Wetters die Zahl der Flüge im vierten Quartal. Die gewerblichen Flugbewegungen haben 2015 einmal mehr deutlich stärker (+ 10,57 Prozent) zugelegt als die nicht-gewerblichen (+ 1,11 Prozent). Sorgenkind bleibt die Geschäftsfliegerei (über zwei Tonnen) mit minus 14 Prozent. Dies begründet die HFG einerseits mit weiterhin ausreichenden Slots beim großen Nachbarn Frankfurt Rhein-Main. Zudem hat im Sommer ein am Flugplatz stationierter Hauptkunde auf ein größeres Flugzeug gewechselt, das nun Frankfurt als Basis nutzt. Ein deutliches Plus steht im Übrigen auch im Hubschrauber-Segment zu Buche: Nach 9 735 Flügen im Jahr 2014 waren es nun 10.409 – knapp sieben Prozent mehr.

Rubriklistenbild: © dpa

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