Egelsbach

Flugplatz: Einer hat Fragen

Egelsbach - Die Firma NetJets will den Flugplatz Egelsbach  kaufen. Die Gemeinde Egelsbach hat dem Plan noch nicht zugestimmt, weil sie erst die Ergebnisse eines Gutachten abwarten will.

(fm) Die Entscheidung, die HFG-Chef Peter Lehmann und Landrat Peter Walter als Vorsitzender des Aufsichtsrats herbeisehnen, ist gestern nicht gefallen. Während alle anderen Gesellschafter – vorbehaltlich der Zustimmung ihrer Gremien – dem Verkauf ihrer Anteile an den Investor NetJetszustimmten, gab Christian Jaensch (FDP), Vertreter der Gemeinde Egelsbach in der Gesellschafterversammlung, kein Votum ab. Notwendig ist aber ein einstimmiger Beschluss. Jaensch hat, nachdem am Abend zuvor ein von der Gemeinde in Auftrag gegebenes Gutachten vorgestellt worden war, Klärungsbedarf angemeldet.

NetJets will den Flugplatz zu einer Einrichtung mit Instrumentenflugbetrieb und einem Schwerpunkt der Geschäftsfliegerei ausbauen. Geplant ist unter anderem eine Verlängerung der Landebahn um 270 Meter. Das Vorhaben ist vor allem in Egelsbach und Erzhausen höchst umstritten, viele Bürger fürchten eine Zunahme des Lärms.

Vereinbart wurde nach Angaben der Hessischen Flugplatz Gesellschaft, „dass die Gemeinde innerhalb einer Woche noch offene Fragen klärt, damit ihr Vertreter dann in einer weiteren HFG-Sitzung sein Votum abgibt“. Wie auch immer es ausfällt: Es steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durchs Gemeindeparlament. Dieses wird darüber Anfang März entscheiden.

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