Nicht die erste Bruchlandung auf dem Flugplatz

Restaurant Schuhbeck’s Check Inn beantragt Insolvenz

Egelsbach - Das Schuhbeck’s Check Inn am Flugplatz ist – ein weiteres Mal – in schwere finanzielle Schieflage geraten. Der Restaurantbetrieb läuft allerdings fürs Erste ganz normal weiter. Von Holger Borchard 

Vor dem Amtsgericht Offenbach ist vor Kurzem das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Schuhbeck’s Check Inn Verwaltungs-GmbH eröffnet worden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt wurde der Frankfurter Anwalt Markus Walter. Von seiner Expertise hängt der weitere Verfahrensfortgang ab; nächster großer Schritt wäre die eigentliche Insolvenzeröffnung. „Im Moment prüfen wir die wirtschaftlichen und rechtlichen Gegebenheiten, klopfen ab, was noch an Masse vorhanden ist und welche vertraglichen Bindungen gegebenenfalls zu berücksichtigen sind“, teilt Walter auf Anfrage der Redaktion mit. Die Bestandsaufnahme für das Insolvenzgericht, die einher geht mit einer Darstellung und Bewertung der tendenziellen Ursachen, werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen, so der Rechtsanwalt weiter. Der Geschäftsbetrieb in dem Restaurant am größten Verkehrslandeplatz der Bundesrepublik sei davon fürs Erste nicht tangiert – „es läuft erstmal alles wie gehabt weiter“, sagt Walter.

Ungefähr 20 Beschäftigte zählt das Schuhbeck’s Check Inn – sie stehen vor der bangen Zukunftsfrage. Ein Szenario, das nicht nur Branchenkennern, sondern vielen Egelsbachern ebenfalls bekannt vorkommen dürfte. Schon anno 2012 hatte das Flugplatz-Restaurant eine Pleite hingelegt. Seinerzeit war Dr. Wolfgang Jäger mit seiner Schuhbeck’s Check Inn (SCI) Verwaltungs-GmbH als neuer Betreiber angetreten – und mit dem öffentlich verkündeten Vorsatz, „den Namen Schuhbeck wieder aufzupolieren“. Knapp vier Jahre danach haben die Tücken des Geschäfts auch Jäger und seinem neuen Schuhbeck’s (Homepage: www.das-neue-schuhbecks-check-inn.de) einen bösen Strich durch die Rechnung gemacht.

Foodtrucks - Deluxe-Straßenimbiss auf Rädern

Apropos: Im Pech sind ebenso die Besitzer von Gutscheinen, denn jene verfallen mit der Insolvenz – so will es deutsches Recht. Wegwerfen sollte man die Gutscheine trotzdem noch nicht. Schließlich spricht nichts dagegen, diesen im Falle eines Weiter- bzw. Neubetriebs wieder Geltung zu verschaffen oder zumindest ein Kompensationsgeschäft anzubieten. So zumindest hatten Jäger & Co. es anno 2012 gehalten, in dem Wissen: Verprellte Kunden sind für immer verloren.

Und was hat Alfons Schuhbeck noch mit dem Schlamassel zu tun? Absolut gar nix! Der Sterne- und Fernsehkoch, Namensgeber des Restaurants und einstiger Co-Geschäftsführer, hat schon seit dem Jahreswechsel 2011/2012 keine Pfründe mehr am Egelsbacher Flugplatz – er war wenige Monate vor der ersten Insolvenz als Teilhaber ausgeschieden. Schuhbecks Konterfei taucht gleichwohl noch munter auf der Homepage auf (etwa in der Rubrik Sonntagsbrunch).

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare