Gebühren für Musikschule und Vhs steigen

Instrument lernen wird teurer

Egelsbach - Wer künftig eine Sprache oder ein Instrument lernt, tanzt oder singt, muss in Egelsbach tiefer in die Tasche greifen. Ab dem Herbst erhöhen die Volkshochschule und die Musikschule ihre Gebühren. Einher geht die Reform mit einigen Neuerungen der Musikschule.

Die Gemeindevertreter haben (wie bereits in unserer Zeitung angekündigt) in ihrer letzten regulären Sitzung die neue Schul- und Gebührenerhöhung beschlossen. Sie tritt mit Beginn des Herbst-/Wintersemesters am 1. September an der Vhs und Vhs-Musikschule in Kraft. „Trotz konstanter und steigender Anmeldungen gelingt es nicht, die Vhs-Musikschule und Vhs kostendeckend zu betreiben, sodass die Gemeinde jährlich einen ordentlichen Zuschuss beisteuert“, erklärt die Leiterin der Einrichtungen, Heike Nierenz. Um dem Rechnung zu tragen, erhöht die Vhs die Gebühren für alle Gebiete (außer Gesundheit) um zwei Prozent. Das sind 2,65 Euro pro Unterrichtseinheit (bisher zahlten Vhs-Teilnehmer runtergerechnet 2,60 Euro). Wer sich ab September für einen Französischkurs im A1-Niveau (14 Veranstaltungen je 28 Unterrichtsstunden) anmeldet, zahlt künftig 74,20 Euro statt bisher 72,80 Euro.

Zugleich beschlossen haben die Gemeindevertreter eine weitere Erhöhung 2020: Dann steigen die Beiträge nochmals um zwei Prozent. Da eine Unterrichtseinheit in Kursen zu Gesundheit momentan bei 3,40 Euro liegt, werden die Beiträge für diese Kurse erst 2020 um denselben Prozentsatz erhöht.

Leiterin Nierenz verteidigt die Erhöhung: Sie sorge „teilnehmerfreundlich“ in zwei Schritten dafür, die Gebühren im Vergleich zu den anderen Volkshochschulen im Kreis auf einem gesunden Niveau zu halten. An der Gebührenschraube dreht die Einrichtung auch beim Ballett: Die Gebühren für Kinder- und Teenagerballettkurse steigen zunächst um fünf, 2020 nochmals um 1,5 Prozent. 60 Minuten Tanz kosten dann monatlich 36,90/37,50 Euro statt aktuell 35 Euro.

Auch die Gebühren der Musikschule werden erhöht: Für die meisten Unterrichtsformen um zehn Prozent. Laut Nierenz sei dies erforderlich, um sich dem Preisniveau der anderen Musikschulen im Kreis anzupassen. Für 30 Minuten Einzelunterricht fürs Kind sind dann pro Monat 56,10 statt 51 Euro zu zahlen. Auch hier wird 2020 um zwei Prozent erhöht.

Live Lounge mit Garland Jeffreys am Flugplatz

Allerdings gibt es auch Neuerungen, die den Geldbeutel der Kursteilnehmer entlasten: So wurden die Ermäßigungen neu geregelt. Zum Herbst führt die Vhs-Musikschule erstmals Familienrabatt ein: So gibt es für Gesangs- und Instrumentalunterricht ab dem zweiten Familienmitglied zehn Prozent Rabatt. Wer schon Gesangs- oder Instrumentalunterricht hatte, zahlt 50 Prozent weniger für die Teilnahme an Ensembles und Chor. Fragen zur neuen Gebührenordnung beantwortet das Team der Vhs und Musikschule unter 2027636. Das neue Programm erscheint im Juli.

Weitere Neuerungen der Musikschule ab September:

  • Zehnerkarte für Erwachsene
  • Kündigungsfristen: Künftig kann man innerhalb des ersten Monats den Musikunterricht wieder kündigen (aber statt viermal im Jahr nur noch zweimal).
  • Dreiergruppen: Wer in der Kleingruppe ein Instrument lernen will, musste bisher zwischen Zweier- oder Vierergruppen wählen. Jetzt geht’s auch zu dritt.
  • Regelung zu 36 Unterrichtseinheiten: Auf das gesamte Musikschuljahr (September bis einschließlich August des Folgejahres, ausgenommen Ferien, Feier- und Brückentage) erhält ein Schüler gegen den Jahresbeitrag 36 Unterrichtseinheiten. (jrd)
: Hierbei erwirbt man eine Karte für jeweils 45 Minuten Einzelunterricht (insgesamt 350 Euro, gültig für ein Jahr), die für eine Lehrkraft sowie ein Instrument gilt, die Termine werden flexibel individuell vereinbart.

Rubriklistenbild: © dpa

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