Vorschau startet morgen

Gemeindeverwaltung versteigert Fundsachen online

Egelsbach - Verloren und doch nicht vermisst: Im Egelsbacher Rathaus haben sich wieder zahlreiche Fundgegenstände angesammelt. Die werden nun versteigert – zum vierten Mal auf dem Weg einer Online-Auktion.

Fahrräder, Handys, Brillen und Schirme, aber auch Schmuck und andere Wertgegenstände suchen neue Besitzer, nachdem die ursprünglichen Eigentümer diese nicht vermissen, beziehungsweise mindestens ein halbes Jahr keine Verlustmeldung bei der Gemeindeverwaltung eingegangen ist. Die eigentliche Versteigerung im Internet startet Ende April, aber online anschauen können Interessierte sich alle Fundgegenstände bereits ab morgen. Gründonnerstag, 29. März, ist der Stichtag für die vierwöchige Vorschau-Frist. Als Partner der Gemeinde bringt die GMS-Bentheimer Softwarehaus GmbH die Objekte unter den virtuellen Hammer. Vorige Woche haben Mitarbeiter des Unternehmens die komplette Auktionsware abgelichtet; ab morgen werden die Fotos auf der Plattform www.sonderauktionen.net zu finden sein.

Die vierte Egelsbacher Onlineauktion beginnt dann am Donnerstag, 26. April, um 17 Uhr und läuft über einen Zeitraum von zehn Tagen. Am Prozedere wird sich für alle, die schon mal dabei waren, nichts ändern. Wer als Neueinsteiger auf Schnäppchenjagd gehen will, muss bloß das folgende Prinzip verinnerlichen: Für jeden Gegenstand gibt es einen Höchst- und einen Niedrigpreis. Die Versteigerung startet mit dem Höchstpreis und nähert sich während der zehn Tage zurücklaufend in Cent-Schritten immer mehr dem Niedrigpreis. Bieter haben die Möglichkeit, von vornherein einen Kaufbetrag anzugeben oder sie schlagen zum beliebigen Zeitpunkt zum aktuellen Preis zu. Gewohnheitsgemäß ist bei besonders begehrten Objekten Tempo Trumpf. „Die gehen nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre schon gleich am Anfang weg“, weiß Petra Hormann vom Bürgerbüro.

Bilder von der Stichwahl in Egelsbach

Die Fundsachen werden so angeboten, wie sie im Rathaus eingegangen sind. Sie müssen umgehend (nach Terminvereinbarung) bezahlt und abgeholt werden. Es gibt keine Garantie auf Güte, Beschaffenheit oder Qualität. Umtausch, Rücktritt vom Kauf oder Versand sind nicht möglich.

„Die Fundsachen-Versteigerung im Internet hat sich bewährt“, resümiert Bürgermeister Jürgen Sieling. „Das Prozedere und das System des sinkenden Preises treffen den Nerv der Zeit.“ (hob)

Rubriklistenbild: © dpa

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