Förderverein spendet 9500 Euro und will Mitgliederzahl steigern

Gemeinsam viel für das Freibad bewegt

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Schöne neue, blaue Kinderwelt: Petra Schäfer, Rettungsschwimmer Mohammed Hamas, der neue Schwimmmeister Boris Och und Badleiter Robert Schäfer (von links) gönnen sich Abkühlung im grundsanierten Kinderplanschbecken.

Egelsbach - Heute öffnet das Freibad seine Pforten. Nicht zuletzt dank des engagierten Fördervereins dürfen sich kleine wie große Besucher über einige Verbesserungen freuen – allen voran das sanierte Kinderplanschbecken. Von Holger Borchard 

Die Gemeinde meldet derweil einen Einnahmerekord beim Dauerkartenvorverkauf. Wenn heute bei hoffentlich schönem Wetter ab 8.30 Uhr die Egelsbacher Badesaison eingeläutet wird, dürfen sich die Mitglieder des Fördervereins Freibad (FVFE) einmal mehr auf die Schultern klopfen lassen. Was sie im Laufe des Winterhalbjahres alles aufs Gleis gesetzt und an vereinsinternen Rädchen gedreht haben, füllt locker ein Din-A 4-Blatt. Das signifikanteste Zeichen gesetzt hat eine symbolische Scheckübergabe: Im Bad überreichten Vorsitzender Matthias Schröder und Stellvertreter Hans-Dieter Mix an Badleiter Robert Schäfer und Bürgermeister Jürgen Sieling einen Obolus in Höhe von 9500 Euro.

Robert Schäfer (links) und Bürgermeister Jürgen Sieling (rechts) freuen sich über den stolzen Obolus des Fördervereins, den Vorsitzender Matthias Schröder (Zweiter von links) und Stellvertreter Hans-Dieter Mix symbolisch überreichten.

„Mit 8000 Euro unterstützt der Verein die Erneuerung des Planschbeckens, die restlichen 1500 Euro sind für die Anschaffung neuer Liegen und eines Duschsitzes vorgesehen“, fasst Matthias Schröder zusammen. Nach seinen Worten hat sich der FVFE-Vorstand davon überzeugen lassen, dass die Sanierung des Planschbeckens angesichts neuer Materialien nun endlich Sinn macht. „Wir haben hier in Egelsbach ein außergewöhnlich großes Planschbecken für die kleinsten Besucher. Leider sind in der Vergangenheit nahezu jährlich die Kosten für die Instandhaltung des alten, noch originalen Fliesenbelags in die Höhe geschossen. Von daher ist schon seit etlichen Jahren immer wieder über eine Kunststoffauskleidung diskutiert worden, aber es wurde bislang aus diversen technischen Gründen immer wieder verworfen.“ Seit Kurzem böten Fachfirmen erstmals einen ausreichend langlebigen Belag an – „mit einer Garantie für zehn Jahre“, wie Schröder hinzufügt. „Der Vorstand des Vereins hat deshalb frühere Bedenken fallen gelassen und die Übernahme eines Drittels der knapp 25.000 Euro kostenden Sanierung zugesagt.“

Laut Herstellerangaben widerstehe der Belag aggressiver UV-Strahlung ebenso wie dem Auftreten von Kratzern, Bakterien und Algen. „Ein weiterer Pluspunkt ist die Minimierung von Verletzungsgefahren“, betont Badleiter Robert Schäfer. „Beckenränder, Einstieg und der komplette Boden sind jetzt frei von scharfkantigen Fugen.“

Der Förderverein möchte auch zukünftig aus dem Vereinsvermögen Anschaffungen unterstützen, um das Freibad zu erhalten und attraktiver zu machen. „Die Liegen und der Duschsitz waren regelmäßig geäußerte Wünsche von Gästen“, merkt Schröder noch an. Wie er weiter berichtet, hat der Verein die vergangenen Monate auch genutzt, um sich neu und effizienter zu positionieren. „Wir haben die Homepage komplett überarbeitet; es wurden neue Schaukästen und ein neuer Briefkasten im Bad montiert und wir haben sogar die Aufnahme des Vereins auf die Liste für Bußgeldzuweisungen an gemeinnützige Organisationen im Bezirk des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main initiiert“, resümiert Schröder.

Die 25 Badeseen und Freibäder in der Region

Zentrales Anliegen ist und bleibt die Mitgliederwerbung. „Wir wollen die Mitgliederzahl, die aktuell bei 420 liegt, weiter erhöhen“, gibt der Vorsitzende aus. In diesem Kontext präsentiert er eine verblüffende, aber einleuchtende Analyse: „Neue Mitglieder waren in der Vergangenheit am leichtesten zu werben, wenn es um das Aus des Bads ging, was bekanntlich mehrfach der Fall war. Jetzt befindet es sich in einem sehr guten Zustand und in ruhigem Umfeld – der politische Wille ist klar und unisono auf den Erhalt ausgerichtet“, so Schröder. „Umso mehr müssen wir den Egelsbachern ins Bewusstsein holen, dass mit einem kleinen finanziellen, obendrein steuerlich absetzbaren Beitrag von 20 Euro im Jahr in der Gemeinschaft viel erreicht und erhalten werden kann.“

Dass die Egelsbacher ihrem Bad die Treue halten, zeigt derweil der Vorverkauf der Dauerkarten: Wie Jürgen Sieling berichtet, standen Anfang dieser Woche schon mehr als 53.000 Euro an Einnahmen zu Buche – „das ist ein neuer Rekordwert“, betont der Rathaus-Chef.

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