Aus Geschichte gelernt und Brücken gebaut

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Im Schloss Gröditzburg führte Kastellan Zenon Bernacki (Mitte) die Reisegruppe des Egelsbacher Fördervereins Städtepartnerschaft durch das 1155 erstmals urkundlich erwähnte, im Dreißigjährigen Krieg zerstörte und später wieder aufgebaute Gemäuer.

Egelsbach (ble) - Einen überwältigenden Empfang haben die Gastgeber in Chojnów (Haynau) der 36-köpfigen Delegation aus Egelsbach bereitet, die fünf Tage lang die polnische Partnerstadt besucht hat.

Zur Gruppe gehörte erstmals auch der Direktor der Langener Albert-Einstein-Schule, Georg Harnischfeger, mit seiner Frau Katharina. Er wollte den für 2012 geplanten Schüleraustausch vorbereiten, berichtet Irene Miltenberger vom Förderverein Städtepartnerschaft Egelsbach .

Der Besuch stand im Zeichen gleich zweier Mottos: „Wir sind Europäer und tragen Verantwortung für unser gemeinsames Haus – Europa“ sowie „Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig Brücken. Städtepartnerschaft als eine stabile Brücke, die die Europäer verbindet“.

Brücken gebaut haben die Egelsbacher und ihre Gastgeber auf jeden Fall. Dem Empfang mit gemeinsamem Abendessen im Kulturhaus-Café am Anreisetag folgte am nächsten Vormittag ein Gottesdienst in der Anfang des 20. Jahrhunderts im neuromanischen Stil erbauten Kirche der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria statt. Höhepunkt war der Gesangsvortrag von Katharina Heinz (Sopran) mit Unterstützung des polnischen Organisten Tomasz Sufmed, so Miltenberger. Danach wurden die Egelsbacher in der Stadtbibliothek von Mitgliedern des Gemeindevorstands sowie der Vorsitzenden des dortigen Partnerschaftsvereins, Elzbieta Klapcinska begrüßt.

Die Gastgeber hatten wieder ein vielseitiges Besuchsprogramm für die Deutschen organisiert. In Wroclaw (Breslau) wandelten die Teilnehmer auf den Spuren der gemeinsamen Geschichte. „Wer die Zukunft gestalten will, muss die Vergangenheit kennen und aus der Geschichte lernen“, sagt Miltenberger. Es wurden der Dom, die Breslauer Universität mit der berühmten Aula Leopoldina, der wiederaufgebaute historische Marktplatz mit dem Rathaus sowie der 100 Hektar große Szcytnicki-Park mit seinen Wasserspielen und der Jahrhunderthalle besichtigt. Weitere Touren führten zu einer alten Goldmine bei Goldberg und ins Schloss Gröditzburg.

Nach dem Abschlussabend mit einem Festessen, buntem Programm und Tanz im Blockhaus der Dammwildfarm wurden die Gäste zur Heimreise ins 675 Kilometer entfernte Egelsbach verabschiedet mit dem Versprechen, dass es im Mai 2012 dort ein Wiedersehen gibt.

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