Liesel Schubert im Gottesdienst von St. Josef geehrt

Große Stütze in der Gemeinde

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Pfarrer Tobias Geeb überreichte Liesel Schubert die Medaille und damit den Dank und die Anerkennung des Bistums Mainz. Darüber freut sich auch Tochter Ingrid Behr.

Egelsbach - Dank und Anerkennung für eine besondere Frau: Liesel Schubert bekam in einem feierlichen Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Josef die Medaille des Bistums Mainz. Pfarrer Tobias Geeb überreichte ihr auch eine Dankesurkunde von Bischof Karl Kardinal Lehmann.

Die Gemeinde bedachte die Wertschätzung mit einem lang anhaltenden Applaus: Viele Menschen in Egelsbach kennen und schätzen Liesel Schubert, die durch ihr Engagement seit nahezu 50 Jahren eine große Stütze der Pfarrgemeinde ist. 1946 mit ihrer Mutter und den vier Geschwistern als Zehnjährige nach Egelsbach gekommen, war die 30-Jährige 1966 Mitbegründerin der heutigen kfd (Katholische Frauen Deutschlands), die unter anderem das Lädchen „Gesammelte Werke“ betreibt. Dort wird Brauchbares aus Nachlässen zugunsten des Deutschen Aussätzigen Hilfswerkes angeboten.

Zur gleichen Zeit begann die Mutter von fünf Kindern als Caritashelferin. An unzähligen Türen von Egelsbacher Haushalten bat sie um finanzielle Unterstützung für das Hilfswerk oder engagierte sich für Hilfsbedürftige. Bis heute kommen Kontakte auf diesem Weg zustande. 1968 gründete Schubert den Altenclub mit, der heute noch jeden ersten Montag im Monat zusammenkommt. Außerdem gehörte die Geehrte 30 Jahre zum Festausschuss der Pfarrgemeinde sowie von 1983 bis 1999 dem Pfarrgemeinderat an. Neben ihrer Tätigkeit bei der Organisation des Kirchenputzes war sie auch ständige Mitarbeiterin bei allen Kinder- und Jugendfreizeiten der Gemeinde St. Josef. So lang Schubert noch lesen konnte, war sie an den Werktagen auch als Lektorin tätig.

Trotz zunehmender Erblindung engagiert sich Liesel Schubert bis heute in der Pfarrgemeinde und ist weiterhin im Caritasausschuss sowie der kfd aktiv. Viele, die die Geehrte erleben, wundern sich, wie gut sie sich orientieren kann. Pfarrer Tobias Geeb weiß, warum: „Durch ihr Unterwegssein in der Gemeinde über ein halbes Jahrhundert kennt sie die meisten Wege blind.“

hok

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